Vonn holte bei Olympia 2010 in Vancouver die Goldmedaille im Abfahrtsrennen © imago

Der Weltverband untersagt der Amerikanerin sich in Lake Louise mit dem anderen Geschlecht zu messen, Ausnahmen gibt es nicht.

Wien - Der Ski-Weltverband FIS hat Speed-Königin Lindsey Vonn ausgebremst.

Die Olympiasiegerin darf am 24. November in der Männer-Abfahrt im kanadischen Lake Louise nicht an den Start gehen. Das entschied die FIS am Samstag.

"Der Council bestätigte, dass niemand berechtigt ist, an Rennen des anderen Geschlechts teilzunehmen, und Ausnahmen von den FIS-Regeln nicht gemacht werden", teilte der Weltverband mit.

Der US-Star Lindsey Vonn wollte mit dem Abstecher zum Männer-Rennen neue Grenzerfahrungen sammeln (News: Vonn ist respektlos).

Start nur als Vorläuferin

Dem schob die FIS nun einen Riegel vor, sie gestand der 28-Jährigen lediglich zu, als Vorläuferin zu starten. Das wäre allerdings keine Premiere:

Die Österreicherin Marlies Schild war bereits im Januar dieses Jahres beim Nachtslalom in Schladming als Vorläuferin unterwegs und wäre mit ihrer Zeit unter den ersten 30 der Männerkonkurrenz gelandet.

Enttäuscht über die FIS-Entscheidung war der Präsident des kanadischen Ski-Verbandes Alpine Canada.

Gartner drückt Vonn weiter die Daumen

"Ich habe es als große Gelegenheit angesehen, den Sport auch für Leute attraktiv zu machen, die sich normalerweise nicht für den Skisport interessieren, speziell hier in Nordamerika", sagte Max Gartner.

Die Hoffnung ganz aufgegeben hat er aber nicht: "Hoffentlich wird Lindsey eines Tages die Chance bekommen, ihren Traum zu realisieren."

Die viermalige Weltcup-Gesamtsiegerin Vonn hatte den Vorwurf eines PR-Gags stets zurückgewiesen.

"Es ist ein seriöser Wunsch"

"Es ist ein seriöser Wunsch meinerseits", hatte die Amerikanerin erklärt, "ich habe es schon seit ein paar Jahren mit meinen Trainern und Freunden diskutiert."

Lindsey Vonn hat auch schon Pläne geäußert, irgendwann einmal auf der Streif in Kitzbühel oder in der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gegen die Männer antreten zu wollen.

Dies solle aber erst am Ende ihrer Karriere geschehen, nicht vor Januar 2015.

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