Die deutschen Skispringer haben auch im Wettkampf von der Großschanze die erhoffte Einzelmedaille bei der WM in Val di Fiemme verpasst.

Beim Überraschungssieg des Polen Kamil Stoch kam Richard Freitag aus Aue als bester Deutscher auf Platz sechs. Severin Freund kam nach schwachem ersten Durchgang noch auf Platz neun.

Andreas Wank wurde Elfter, Michael Neumayer belegte Rang 13. Hinter Stoch holten Peter Prevc (Slowenien) und Anders Jacobsen (Norwegen) Silber und Bronze.

"Wenn man die Abstände heute sieht, muss man klar sagen: Wir waren nicht gut genug", sagte Freitag, der letztlich fast neun Punkte hinter Bronze zurücklag.

Der 21-Jährige hatte nach 129 m im ersten Durchgang als Fünfter nur 0,7 Punkte hinter dem Bronzerang zurückgelegen, fiel im zweiten Versuch mit 128,5 m aber noch zurück.

"Es gab heute fünf Nationen, die jeweils einen Springer hatten, der besser war. Deshalb müssen wir mit Platz sechs zufrieden sein", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Freund hatte mit einem schwachen ersten Sprung auf 126,5 m und Platz 13 zur Halbzeit alle Medaillenchancen eingebüßt, schaffte mit 129,5 m im Final-Durchgang immerhin noch den Sprung in die Top 10.

Wank, der zur Halbzeit als Sechster auf Schlagdistanz lag, zeigte hingegen nur durchschnittlichen zweiten Sprung. Neumayer kam bei seinem Auftaktsprung mit 130,5 auf die zweitbeste Weite aller Starter, konnte aber keinen Telemark setzen und vergab eine bessere Platzierung.

Der neue Weltmeister Stoch trat derweil in die Fußstapfen seines großen Landsmannes Adam Malysz. Dieser hatte 2003 in Val di Fiemme WM-Gold von Groß- und Normalschanze gewonnen und dort zwei seiner insgesamt vier Weltmeistertitel geholt.

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