Miriam Gössner hat bei ihrem Abstecher vom Biathlon zur Skilanglauf-WM nur knapp eine dicke Überraschung verpasst.

Die 22-Jährige kam über 10 km Freistil als Vierte ins Ziel und verpasste nur um 0,5 Sekunden eine Medaille. Gold ging an Therese Johaug vor Marit Björgen (beide Norwegen) und Julia Tschekalewa (Russland).

"Ich habe mich heute morgen ganz normal gefühlt. Ich wollte meinen eigenen Wettkampf laufen. Schade mit der halben Sekunde. Wenn man das auf der Strecke weiß, kann man vielleicht noch was machen. Es ist wirklich ärgerlich", sagte Gössner.

Letzte deutsche Langläuferinnen mit einer WM-Einzelmedaille waren Evi Sachenbacher-Stehle (Verfolgung) und Claudia Künzel (Sprint), die 2003 jeweils Silber gewonnen hatten.

Auch die übrigen DSV-Starterinnen überzeugten: Katrin Zeller (Oberstdorf) lief als Elfte nur knapp an den Top 10 vorbei, Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Nicole Fessel (Oberstdorf) landeten auf den Rängen 24 und 25.

Die zweimalige Biathlon-Weltmeisterin Gössner läuft am Donnerstag noch die 4x5-km-Staffel, ehe sie unmittelbar nach Rennende zum Biathlon-Weltcup nach Oslo reist. Mit dem deutschen Langlauf-Vierer hatte die 22-Jährige 2009 bei der WM in Liberec und 2010 bei Olympia in Vancouver die Silbermedaille gewonnnen.

Die in Val di Fiemme schon zweimal erfolgreiche Björgen, die in diesem Winter wegen Herzrhythmusstörungen mehrere Wochen pausieren musste, verpasste ihren elften WM-Titel und liegt in der "ewigen" WM-Bestenliste der Langläuferinnen weiter hinter der Russin Larissa Lasutina.

Die führende Jelena Wälbe (14 Titel), ebenfalls aus Russland, könnte Björgen erst bei der WM 2015 in Falun/Schweden erreichen.

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