Die angeschlagene Viktoria Rebensburg und Kombinations-Weltmeisterin Maria Höfl-Riesch haben beim WM-Riesenslalom in Schladming praktisch keine Chance mehr auf eine Medaille.

Olympiasiegerin Rebensburg, die sich am Dienstag bei einem Trainingssturz eine Rippenprellung zugezogen hatte, liegt nach dem ersten Lauf nur auf Rang elf, Höfl-Riesch auf Rang 14. Von der drittplatzierten Österreicherin Anna Fenninger trennt beide vor dem Finale mehr als eine Sekunde. "Da ist heute nicht mehr viel drin", sagte Höfl-Riesch.

Mitfavoritin Tessa Worley aus Frankreich legte mit Startnummer eins gleich die Bestzeit auf der extrem anspruchsvollen Planai vor, die Konkurrentinnen hatten teilweise erhebliche Schwierigkeiten mit der Strecke. Kathrin Zettel aus Österreich folgt mit einem Rückstand von 0,52 Sekunden auf Rang zwei, Teamkollegin Fenninger liegt 0,85 Sekunden hinter der WM-Dritten zurück. Rebensburg war 2,07 Sekunden langsamer als Worley, Höfl-Riesch 2,44.

Veronique Hronek (+3,24) blieb als 21. im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die gesundheitlich angeschlagene Lena Dürr (+5,21) belegte Platz 40 und verzichtete auf das Finale der besten 60 Läuferinnen.

"Es ist auf alle Fälle so, dass es im Unterbewusstsein drin ist", sagte Rebensburg zu ihrer Verletzung - man müsse auf diesem äußerst schwierigen Hang aber alles geben können. Dennoch machte sich die 24 Jahre alte Olympiasiegerin im Riesenslalom Mut: "Die Dritte ist nur eine gute Sekunde weg. Ich werde alles geben. Ich werde versuchen, das Beste aus der Situation zu machen."

Höfl-Riesch bezeichnete die Planai, auf der die Frauen zum einzigen Mal bei dieser WM an den Start gingen, als "das Schwerste, das wir in dieser Saison gefahren sind, da hat sich die Spreu vom Weizen getrennt". Es sei extrem schwierig gewesen, "nur wenige sind damit zurechtgekommen, wir nicht".

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