Die Bedeutung von Felix Neureuthers WM-Silbermedaille ist enorm. Nicht nur für ihn persönlich - auch für den deutschen Skisport.

Man mag es sich gar nicht ausmalen, was gewesen wäre wenn.

Wenn Felix Neureuther wieder gescheitert wäre.

Viele hätten ihn endgültig zum Versager abgestempelt.

Doch das war Neureuther nie wirklich. Wer schwere Slalomrennen wie Kitzbühel und Wengen gewinnt, ist kein sportlicher Versager.

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Nur wenn es bei einem Großereignis darauf ankam, hat es in der Vergangenheit bei Neureuther nie geklappt.

Diesmal war es anders, eben weil Neureuther nicht dachte: Was wäre wenn?

Lockerheit ist das Stichwort.

Neureuther ließ sich endlich einmal nicht von seinem Weg abbringen, von dem Weg, der ihm durch sein großes Talent eigentlich vorgezeichnet war.

Was wäre gewesen, wenn?

Man muss sich diese Frage auch aus Sicht des deutschen Skiverbandes stellen.

Hätte Neureuther nicht diese "depperte Medaille" geholt, wäre wieder Maria Höfl-Riesch die einzige gewesen, die dem DSV Edelmetall in Einzelrennen beschert hätte.

So aber bekommt der DSV, bekommt Sportdirektor Maier, bekommen die Trainer viel mehr Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit.

Dieses Silber ist daher wahrhaftig Gold wert.

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