MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Felix Neureuther gewann bei den Weltmeisterschaften 2005 in Bormio eine Goldmedaille © getty

Neureuther rechnet sich auch im Riesenslalom Chancen aus. Im SPORT1-Interview spricht er über sein Bein und seine Ski-Freunde.

Von der Ski-WM berichtet Andreas Kloo

Schladming - Felix Neureuther genoss die Siegerehrung für den Teamwettbewerb auf seine Weise.

Er schoss Fotos mit seinem iPhone, zeichnete Videos auf. ( 671737 DIASHOW: Die Bilder der Ski-WM )

Der 28-Jährige wollte den besonderen Augenblick der Medaillenübergabe unbedingt für immer festhalten. (DATENCENTER: die Ergebnisse der Ski-WM)

Neben der Bronzemedaille bekamen er und seine fünf deutschen Teamkollegen auch eine geheimnisvolle Schachtel überreicht.

Bei seiner Heim-WM in Garmisch vor zwei Jahren war Neureuther noch komplett leer ausgegangen. Nun hat er schon einmal Edelmetall in der Tasche. (SERVICE: Der Medaillenspiegel)

"Der Start war schon sehr, sehr gut. Jetzt kann ich mich auf die nächsten Bewerbe freuen", zeigte er sich nach der feierlichen Zeremonie im Zentrum von Schladming locker und zufrieden.

Im SPORT1-Interview spricht er außerdem über seine weiteren Medaillenchancen und die Freundschaft zu Ted Ligety.

SPORT1: Herr Neureuther, wie geht es Ihrem Bein nach dem unglücklichen Zusammenstoß mit Ihrem kroatischen Gegner im Teamwettbewerb?

Felix Neureuther: Ich spüre es noch ein bisschen, aber bis zum Riesenslalom am Freitag müsste es passen.

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SPORT1: Ansonsten können Sie aber von einem perfekten Start in die WM sprechen, oder?

Neureuther: Auf alle Fälle, der Start war schon sehr, sehr gut. Jetzt kann ich mich auf die nächsten Bewerbe freuen. Das tu ich. Schauen wir mal, was dabei rauskommt.

SPORT1: Werden Sie den Augenmerk mehr auf den Slalom als auf den Riesenslalom legen?

Neureuther: Nein, auf beides gleich. Ich hab gemerkt, dass mir der Riesenslalom auch für den Slalom was bringt. Ich habe da schon auch eine Chance, wenn auch eine etwas kleinere als im Slalom. Aber ich werde sicher nicht klein beigeben.

SPORT1: Ted Ligety hat uns erzählt, er freue sich schon auf enge Duelle mit Ihnen.

Neureuther (lacht): Der Ted ist im Riesenslalom ein gutes Stück weit weg. Er ist ein großer Freund von mir und wenn ich mich mit ihm im Riesenslalom mal duellieren könnte, dann wäre das ein Riesenerfolg für mich.

SPORT1: Es fällt auf, dass Sie viele internationale Freundschaften pflegen, neben Ligety auch zu Andre Myhrer aus Schweden oder Marcel Hirscher. Ist der Weltcup-Zirkus wirklich so familiär?

Neureuther: Wir respektieren alle die Leistungen des anderen. Da gibt's niemanden, dem man den Erfolg nicht gönnen würde. Das ist ganz, ganz wichtig, so groß das Konkurrenzdenken auch sein mag. Es soll immer mit fairen Mitteln ablaufen.

SPORT1: Was war eigentlich in der geheimnisvollen Schachtel, die Ihnen die österreichische Abfahrtslegende Fritz Strobl bei der Siegerehrung überreicht hat?

Neureuther: Ich habe noch gar nicht reingeschaut. Vom Stefan (Luitz, Anm. d. Red.) weiß ich aber, dass eine sehr schöne Münze drin ist. Ich muss meine aber noch auspacken.

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