Zwei Wochen nach seiner überraschenden WM-Niederlage hat sich Skeleton-Überflieger Martins Dukurs beim Saisonfinale in Sotschi mit dem Weltcup-Gesamtsieg getröstet und diesen auch noch versilbert.

Der 28 Jahre alte Lette kürte sich mit seinem Sieg auf der Olympiabahn von 2014 zum vierten Mal in Folge zum Gewinner der Gesamtwertung. Da Dukurs zuvor auch die Rennen in Igls und Königssee gewonnen hatte, sicherte er sich zudem als erster Athlet überhaupt die neugeschaffene "Triple Trophy" mit einem Jackpot von 100.000 Euro.

"Das Geld war eine Extra-Motivation, aber auch zusätzlicher Druck. Ich bin sehr glücklich, mir fehlen die Worte", sagte Dukurs nach dem 25. Weltcupsieg seiner Karriere und versprach: "Sollte ich im nächsten Jahr hier bei Olympia gewinnen, fahre ich im Superman-Kostüm die Bahn runter." Das hatte Dukurs schon vor einiger Zeit einmal aus Spaß in einem Trainingslauf getan.

Bei der WM vor zwei Wochen in St. Moritz hatte sich der dominierende Skeletonfahrer der vergangenen Jahre noch knapp dem Russen Alexander Tretjakow geschlagen geben müssen. Der Lokalmatador belegte auf der neuen Bahn am nördlichen Hang des Aibga-Bergrückens den zweiten Platz (+0,17 Sekunden) vor dem Eisenacher Frank Rommel (+1,40).

Der Vizeweltmeister von 2012 fuhr mit einem starken zweiten Lauf vom fünften Platz noch aufs Podium. "Ich bin zufrieden, die anderen beiden waren einfach besser", sagte Rommel.

Die deutschen Skeletonis präsentierten sich nach dem enttäuschenden WM-Auftritt insgesamt deutlich verbessert. Der Oberhofer Alexander Kröckel wurde Sechster vor seinem Teamkollegen Christopher Grotheer.

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