Tatjana Hüfner (Friedrichroda) hat beim Olympia-Test im russischen Sotschi den versöhnlichen Abschluss einer für sie verkorksten Saison gefunden.

Die Olympiasiegerin setzte sich im letzten Weltcuprennen hauchdünn vor Weltmeisterin Natalie Geisenberger (Miesbach/+0,038 Sekunden) durch und feierte damit ihren ersten und einzigen Sieg in diesem Winter. Insgesamt war es bereits ihr 32. Weltcup-Erfolg.

Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) schaffte auf der neuen Bahn am nördlichen Hang des Aibga-Bergrückens im Kaukasus als Dritte ebenfalls den Sprung aufs Podest. Die Altenbergerin Aileen Frisch komplettierte als Fünfte das erneut herausragende deutsche Mannschaftsergebnis.

Die dominierenden Hüfner und Geisenberger fuhren jedoch in einer anderen Liga und nährten die Hoffnungen auf Olympiagold an selber Stelle in einem Jahr. "Das war ein versöhnlicher Abschluss für mich. Die Saison lief überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber ich wollte mich hier nochmal zusammenraffen", sagte Hüfner.

Die 24-jährige Geisenberger stand schon vor dem Saisonfinale als Gewinnerin des Gesamtweltcups fest. Die Olympia-Dritte schaffte in diesem Winter mit WM-, EM- und DM-Titel sowie dem Triumph im Gesamtweltcup eine Art "Rodel-Grand-Slam". "Die Saison war fast perfekt, ich freue mich schon auf die Winterspiele nächstes Jahr", sagte Geisenberger.

Auch bei den Doppelsitzern siegte ein deutsches Duo bei der Olympia-Generalprobe. Die Weltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) gewannen vor Peter Penz/Georg Fischler (Österreich) und Andris Sics/Juris Sics (Lettland). Der "Bayern-Express" war bereits vor zwei Wochen vorzeitig zum Gesamtsieg im Viessmann Weltcup gerast.

Die Europameister Toni Eggert/Sascha Benecken (beide Ilsenburg) landeten nach einem nur mit Mühe verhinderten Sturz im ersten Lauf auf dem 13. Platz. "Das war eine schlechte Generalprobe, aber im nächsten Jahr gibt es einen Wettkampf, auf den es ankommt. Ich glaube, der heißt Olympia", sagte Eggert angriffslustig.

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