Ohne den verletzten Dominator Felix Loch haben die deutschen Rennrodler beim Weltcup in Lake Placid ein Debakel erlebt. Die BSD-Athleten, die eine Woche zuvor noch die WM im kanadischen Whistler nach Belieben dominiert hatten, fuhren der Konkurrenz diesmal weit hinterher.

Als bester Deutscher landete Ralf Palik auf dem siebten Platz. Der Sieg auf der selektiven Olympiabahn von 1980 ging an Altmeister Armin Zöggeler vor seinen italienischen Landsmännern Dominik Fischnaller und David Mair.

Der Olympia-Zweite David Möller verpasste durch einen schwachen neunten Rang, dem im Weltcup führenden Loch zwei Wochen vor dem Saisonfinale im russischen Sotschi noch einmal gefährlich zu werden.

Welt- und Europameister Loch, der sich bei einem Trainingssturz eine Kapselverletzung im Finger zugezogen und deswegen den Wettkampf verpasst hatte, ist die erfolgreiche Titelverteidigung in der Weltcup-Gesamtwertung kaum noch zu nehmen.

Vizeweltmeister Andi Langenhan enttäuschte in Lake Placid als 14. ebenso wie der einen Rang vor ihm platzierte WM-Dritte Johannes Ludwig.

Der zweimalige Olympiasieger Zöggeler, der seinen Start bei der WM am vergangenen Wochenende wegen Rückenbeschwerden abgesagt hatte, feierte dagegen den ersten Weltcupsieg seit zwei Jahren.

In der Teamstaffel zeigten sich die deutschen Rodler dagegen wieder von ihrer besten Seite. In der Besetzung mit Natalie Geisenberger (Miesbach), Palik und Tobias Wendl/Tobias Arlt gewann die Mannschaft auch das fünfte Staffelrennen und sicherte Deutschland damit vorzeitig den Sieg in der Gesamtwertung des künftig olympischen Wettbewerbs.

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