Rennrodlerin Anke Wischnewski hat überraschend den Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls gewonnen.

Die 34-Jährige aus Oberwiesenthal verwies mit Bahnrekord im ersten Lauf die Miesbacherin Natalie Geisenberger (+0,074) und die Kanaderin Alex Gough (+0,152) auf die Plätze. Es war für Wischnewski erst der zweite Weltcup-Sieg ihrer Karriere nach der Premiere vor acht Jahren.

"Das ist super, ich bin sehr zufrieden", sagte Wischnewski und schob eine Kampfansage an die Konkurrenz hinterher: "Ich will nicht immer nur Dritte oder Vierte werden. Mein Material ist top, und ich bin fit."

Der Eiskanal in Innsbruck-Igls, traditionell Startort des Viessmann Weltcups, zählt zu den Lieblingsbahnen der Olympiafünften, die hier 2007 mit WM-Silber den bislang größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert hat.

Die favorisierte Olympiasiegerin Tatjana Hüfner (Friedrichroda) musste sich nach zwei durchwachsenen Durchgängen mit Platz vier (+0,186) zufrieden geben. Direkt dahinter reihte sich Junioren-Weltmeisterin Aileen Frisch (Altenberg/+0,572) ein.

"Sensationell! Damit hätte ich nie gerechnet", sagte Frisch, die bei ihrem Weltcupdebüt sehr aufgeregt war: "Beim Start habe ich mein Herz schlagen gehört."

Für Weltmeisterin Hüfner, die in der Vorbereitung alle drei teaminternen Selektionsrennen gewonnen hatte, bedeutete der vierte Platz dagegen eine herbe Enttäuschung. Sie peilt in diesem Winter ihren sechsten Weltcup-Gesamtsieg an, mit dem sie alleinige Rekordhalterin werden würde.

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