Gunda Niemann-Stirnemann hat drei olympische und 19 WM-Goldmedaillen gewonnen © getty

Rekord-Weltmeisterin Gunda Niemann-Stirnemann will Eisschnelllauf-Bundestrainerin werden.

Die 48-Jährige kündigte bei "MDR Thüringen" eine Bewerbung um die Stelle an, die die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) im Herbst neu ausschreiben will. Niemann-Stirnemann sagte, sie fühle sich "verpflichtet, das Erbe von Stephan Gneupel anzutreten".

Als Stützpunkttrainerin in ihrer Heimatstadt Erfurt ist Niemann-Stirnemann bereits in die Fußstapfen ihres ehemaligen Trainers Gneupel getreten, der sie 1998 zu 3000-m-Gold bei den Winterspielen in Nagano geführt hatte.

Gneupel, der als Bundestrainer für die Mehrkämpfer verantwortlich gewesen war, hatte sich im März in den Ruhestand verabschiedet.

Die DESG befindet sich nach dem Debakel bei den Winterspielen in Sotschi, wo es erstmals seit 50 Jahren keine Medaille für das deutsche Team gab, im Umbruch.

Nach einer Übergangsphase sollen ab der kommenden Saison drei Bundestrainer für die Bereiche Shorttrack, Eisschnelllauf und Entwicklung installiert werden. DESG-Sportdirektor Günter Schumacher will die Stellen im Herbst ausschreiben und erwartet Bewerbungen von Interessenten.

Am kommenden Wochenende trifft sich das DESG-Präsidium in Erfurt mit Athletenvertretern, um Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen.

Die meisten A-Kader-Läufer hatten unter der Federführung von Athletensprecher Robert Lehmann in einem kritischen Strategiepapier die Verbandsspitze zum Handeln aufgefordert.

"Ich bin zuversichtlich und habe das Gefühl, dass wir eine große gemeinsame Schnittmenge haben", sagte DESG-Sportdirektor Günter Schumacher mit Blick auf das Treffen mit den Aktiven.

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