Die gesundheitlich angeschlagene Claudia Pechstein hat die Konsequenzen aus ihrer Erkrankung gezogen und ist bei der Mehrkampf-WM der Eisschnellläufer in Hamar/Norwegen zur Halbzeit ausgestiegen.

Die durch einen grippalen Infekt sichtbar beeinträchtigte Berlinerin war am Samstag ihrem normalen Leistungsvermögen deutlich hinterhergelaufen und verzichtet auf das 1500-m-Rennen am Sonntag.

"Ich habe sie aus dem Rennen genommen", sagte Teamleader Helge Jasch am Samstagabend. Nach den Läufen über 500 m und 3000 m hatte Pechstein lediglich auf Rang 15 gelegen und damit praktisch keine Chance auf einen Platz unter den besten Acht, der zum finalen 5000-m-Rennen berechtigt hätte.

"Ich habe es versucht, aber es ging von Anfang an nicht. Ich habe nicht richtig Luft bekommen, der Körper war einfach zu schwach. Leider ist nicht mehr herausgekommen", sagte Pechstein, die stark hustete und sich nach dem 3000-m-Rennen ärztlich untersuchen ließ.

Zur Halbzeit in Führung liegt Titelverteidigerin Ireen Wüst aus den Niederlanden. Die Olympiasiegerin über 1500 m gewann das Rennen über 3000 m in 4:05,41.

Pechstein bestritt in Hamar ihre 19. Mehrkampf-WM. Bislang gewann sie eine Goldmedaille (2000 in Milwaukee), achtmal Silber und zweimal Bronze. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) war mit nur zwei Athleten in Hamar vertreten.

Neben Pechstein hält bei den Männern Moritz Geisreiter die deutsche Flagge hoch.

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