Bob-Bundestrainer Christoph Langen hat die teilweise chaotische Organisation beim Saisonfinale im russischen Sotschi ein Jahr vor den Winterspielen in der Schwarzmeerstadt kritisiert.

"Es ging insgesamt etwas drunter und drüber, mit Trainingsabsagen und -verschiebungen. Wir haben teilweise sieben, acht Stunden an der Bahn gestanden. Dann war die Bahn am Anfang der Woche in einem Zustand, der nicht akzeptabel war. Da hat Gott sei Dank die FIBT (Weltverband, Anm. d. Red.) reagiert und die Bahnarbeiter angewiesen", sagte Langen dem "ZDF": "Es waren viele Kleinigkeiten, das ist immer nervig."

Mit den Organisations-Pannen hatten auch andere Teams zu kämpfen. "Die einzige Nation, die eigentlich ganz relaxt war, das waren die Russen", sagte Langen.

Bei der internationalen Trainingswoche und dem anschließenden Weltcup hatten die Bobteams erstmals die Möglichkeit, auf der neuen Bahn am nördlichen Hang des Aibga-Bergrückens im Kaukasus zu fahren.

Im Vergleich zur Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler, auf der der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili bei Olympia 2010 tödlich verunglückte, gilt der Eiskanal auch dank seiner Bergaufpassagen als relativ sicher.

"In Whistler war es ein Harakiri-Spiel, da hatten selbst erfahrene Piloten Muffensausen. Das ist hier nicht so, trotzdem hat die Bahn einen gewissen Anspruch", sagte Thomas Florschütz, der im Zweier-Wettbewerb auf Platz zwei hinter dem Schweizer Beat Hefti fuhr.

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