Bob-Anschieberin Romy Logsch hat nach langwierigen Verletzungsproblemen ihre Sportkarriere beendet. Das gab die dreimalige Weltmeisterin am Dienstag bekannt.

Die 30-Jährige aus Riesa konnte sich von der Sprunggelenkverletzung, die sie bei dem spektakulären Sturz mit ihrer Pilotin Cathleen Martini bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vanvouver erlitten hatte, nicht mehr richtig erholen.

"Ich fühle, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu beginnen", sagte die Polizistin, die jetzt eine berufliche Karriere im gehobenen Polizeidienst anstrebt.

Bundestrainer Christoph Langen bedauerte die Entscheidung: "Es tut mir unheimlich leid. Wir haben alle gehofft, dass Romy wieder zurückkommt."

Die ehemalige Diskuswerferin Logsch war in der Saison 2006/07 von Turin-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis in den Schlitten geholt worden. Mit ihr gewann Logsch gleich in ihrer ersten Saison den WM-Titel, den das Duo ein Jahr später erfolgreich verteidigte.

Vor der Weltmeisterschaft 2009 sorgte jedoch ein "Zickenkrieg" zwischen den beiden Athletinnen für Schlagzeilen.

Logsch wechselte schließlich in den Konkurrenz-Bob von Cathleen Martini. Mit der Oberbärenburgerin gewann die Anschieberin 2011 in Königssee erneut den WM-Titel. Danach wurde Logsch durch verletzungsbedingte Trainingsunterbrechungen immer wieder zurückgeworfen.

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