Miriam Gössner
Miriam Gössner hat nach Mountainbike-Unfall noch Probleme © getty

Die zweimalige Biathlon-Weltmeisterin Miriam Gössner muss im Kampf um die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) weiter mit starken Schmerzen zurechtkommen.

"Die gehen nicht weg, das beschäftigt mich momentan", sagte die 23-Jährige der "Süddeutschen Zeitung": "Wenn sie schlimm sind, gehe ich zum Physio. Wenn sie so richtig schlimm sind, will ich nur meine Ruhe haben. Aber ich bin zuversichtlich, dass es besser wird."

Gössner hat mit anhaltenden Rückenproblemen in Folge eines schweren Mountainbike-Unfalls im Frühjahr zu kämpfen, zuletzt hatte sie auf eine Teilnahme am Weltcup in Le Grand-Bornand verzichtet.

Noch bleiben Gössner drei Weltcups, um die Norm für die Winterspiele zu erfüllen.

Eine genaue Prognose wagt die dreimalige Weltcupsiegerin aber nicht: "Es kann sein, dass ich mich ganz schnell qualifiziere, oder beim letzten Weltcup in Antholz, oder eben gar nicht. Alles ist offen, und das ist nicht so einfach."

Beim anstehenden Heim-Weltcup im thüringischen Oberhof (3. bis 5. Januar) soll Gössner eigentlich wieder zum deutschen Aufgebot gehören, allerdings bereitet ihr eine Erkältung Sorgen.

Beim City-Biathlon in ihrer Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen musste sie am Freitagabend deswegen kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

"Ich hoffe, dass es keine längere Pause wird", sagte Gössner dem "Münchner Merkur".

Am Freitag will sie in Oberhof im Sprint dabei sein: "Das ist mein Ziel."

Probleme macht außerdem nach wie vor das Schießen. "Ich zweifle nicht an meiner Form. Es liegt wirklich nur am Schießen. Es tut halt weh beim Hinlegen", sagte Gössner, die sich bei dem Radunfall in Norwegen vier Rückenwirbel gebrochen hatte.

Obwohl die Frakturen verheilt sind, spüre die Bayerin noch die Folgen, "weil viele andere Teile des Körpers mitverletzt wurden, und man sich lange nicht richtig bewegt."

Der Unfall, bei dem Gössner nur knapp einer Querschnittslähmung entgangen war, habe ihr durchaus geholfen, ihren Sport neu einzuordnen. "Man sieht das Ganze mit mehr Abstand. Ich habe gelernt, dass es viel wichtigere Dinge als den Erfolg gibt", sagte sie. Im Kampf um das Olympia-Ticket sei dies jedoch kein limitierender Faktor: "Dass man den Erfolg anders einordnet, ändert nichts am Siegeswillen. Ich habe immer noch dieses Verlangen, den Sport zu machen, so lange quäle ich mich."

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