Biathlet Andreas Birnbacher will es nach überstandener Erkältung bei der Rückkehr in den Weltcup ruhig angehen lassen.

"Ich mache mir keinen großen Druck, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich schon wieder bei 100 Prozent bin", sagte Birnbacher vor dem Sprintrennen am Freitag im österreichischen Hochfilzen.

Den Saisonauftakt hatte der 32-Jährige aus Schleching in der Vorwoche verpasst, weil er mit einer schweren Grippe vorzeitig aus dem schwedischen Östersund abreisen musste.

"Ich hatte keine Stimme mehr, außerdem Halsweh - es ging gar nichts", sagte der Gesamtweltcup-Fünfte der Vorsaison, der sich "eigentlich schon ganz gut" gefühlt hatte.

Nach einer Woche bei seiner Familie sei die Situation nun wesentlich besser: "Wo ich stehe, kann ich aber nur schwer einschätzen."

Im Vorjahr hatte der Bayer in Österreich den Sprint über 10 Kilometer gewonnen, im Olympia-Winter kann er davon höchstens träumen.

"Es gilt erst mal, in die Wettkämpfe zu kommen und wieder Erfahrung zu sammeln. "Wenn ich am Schießstand sicher bleibe, kann ich mich aber vielleicht selbst überraschen", sagte Birnbacher.

Nach dem Sprint am Freitag, bei dem auch Simon Schempp seinen Saisoneinstand gibt, kommt es in Tirol einen Tag später zum ersten Staffelrennen des Winters.

Zum Abschluss der zweiten Weltcup-Station wird am Sonntag ein Verfolgungsrennen ausgetragen.

Für Birnbacher findet das alles unter erschwerten Bedingungen statt: "Der Ruhepuls ist höher, wenn man krank war, deswegen starte ich schon mal mit ein paar Schlägen mehr. Das macht sich Mitte bis Ende des Rennens bemerkbar, und die Luft ist nicht so da, wie man es gewohnt ist."

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