Jekaterina Jurjewa droht eine lebenslange Sperre
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Nach dem Abbruch des Verfolgungsrennens der Frauen wegen zu starken Windes hat die Jury des Biathlon-Weltverbandes IBU das Männerrennen beim Weltcup im schwedischen Östersund nun doch abgesagt.

Das teilte der Weltverband IBU via Twitter mit. Genau wie das Frauenrennen wurde der Wettkampf ersatzlos gestrichen.

Das Verfolgungsrennen der Frauen war nach dem dritten Schießen Windes abgebrochen worden. Die starken Böen hatten einen regulären Wettkampf unmöglich gemacht, am Schießstand war es zu einer wahren Windlotterie gekommen.

"Das ist kein Spaß da draußen, der Wind ist stärker und stärker geworden", sagte der stellvertretende Rennleiter Borut Nunar im "ZDF": "Die Jury hat entschieden, dass es unmöglich ist, ein normales Schießen durchzuführen, und es dann abgebrochen."

Miriam Gössner aus Garmisch hatte nach zwei Schießeinlagen unter anderem bereits acht Fehler, auch bei anderen Topathleten waren ähnliche Fehlerquoten zu sehen.

"Die Entscheidung, den Wettkampf abzubrechen, war absolut richtig. Es ist irgendwo schade für die Athleten, aber die Sicherheit war nicht mehr gegeben", sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig.

Auch die Skijägerinnen selbst begrüßten die Entscheidung der Jury.

"Als ich nach dem Stehendschießen in der Strafrunde war, hatte ich schon keine Lust mehr", sagte Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel, die ebenfalls schon acht Fehler auf ihrem Konto hatte.

Teamkollegin Evi Sachenbacher-Stehle (6 Fehler beim Abbruch) meinte: "Das ist nur sinnloses Schießen, das waren unfaire Bedingungen. Ich habe gewartet und gewartet - dann habe ich geschossen und dann wieder gewartet."

Als das Rennen gestoppt wurde, hatte die Weißrussin Darja Domratschewa geführt, dahinter lagen Ann Kristin Flatland (Norwegen) und Olga Saizewa (Russland) auf den weiteren Podestplätzen. Beste Deutsche war Franziska Preuß (5) auf Rang 10.

Bereits am Donnerstag war das Einzelrennen der Frauen beim Auftakt in den Olympia-Winter abgesagt und einen Tag später durchgeführt worden. Eine erneute Verschiebung in Östersund ist allerdings nicht möglich, da der Tross der Biathleten bereits am Montag zur nächsten Station ins österreichische Hochfilzen weiterreist.

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