Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler glaubt, dass die deutschen Ski-Jäger nach 2006 ihre Medaillen ohne leistungsfördernde Mittel gewonnen haben.

"Im Biathlon bin ich sicher, dass Deutschland nach 2006 clean war. Die Leistungen waren alle nachvollziehbar. Und man muss ausdrücklich Superathleten wie Magdalena Neuner schützen", meinte der momentan für die Russen arbeitende Pichler in der "Süddeutschen Zeitung".

Es sei ein Problem, "dass jede gute Leistung wegen der nicht aufgearbeiteten Dopingvergangenheit in Frage gestellt wird. Ich hoffe, dass die Führung des DSV eine lückenlose Aufklärung betreibt."

Pichler reihte sich in die Reihe derjenigen ein, die in Deutschland ein Anti-Doping-Gesetz fordern.

"Persönlich denke ich, dass nur der Gesetzgeber hier den nötigen Druck herstellen kann", so der 58-Jährige.

Und weiter: "Gerade für die wieder anstehende Bewerbungs-Frage mit München finde ich es wichtig, dass wir ein Anti-Doping-Gesetz haben. Das steht für mich außer Frage: Nur der Gesetzgeber kann diese Angelegenheit regeln. Der Sport wird sich nicht seinen eigenen Ast, auf dem er sitzt, abschneiden."

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