Andreas Birnbacher hält das deutsche Medaillenziel bei der Biathlon-WM im tschechischen Nove Mesto für sehr hoch gegriffen.

"Die Chancen sind definitiv da, aber viele Medaillen zu holen, wird sicherlich schwierig", sagte Birnbacher am Tag nach dem Debakel mit der Mixedstaffel, die es zum Auftakt nur auf Rang 13 geschafft hatte und die angepeilte Medaille klar verfehlte.

Fünf bis sechs Medaillen sollen die Skijäger nach Wünschen des Deutschen Skiverbandes (DSV) gewinnen, bei noch verbleibenden zehn Wettkämpfen würde das eine Medaille in jedem zweiten Rennen bedeuten.

"Ich halte für mich persönlich wenig von Medaillenzielen. Meine Einstellung ist anders, ich habe eher gedämpfte Erwartungen und überrasche mich dann selbst", sagte Birnbacher: "Es wird schwer, Medaillen zu holen, das hat man gesehen."

Am Samstag startet Birnbacher als einer der Mitfavoriten im Sprint. Das schwache Auftaktrennen habe er nach wenigen Stunden bereits abgehakt. "Wieso soll ich groß grübeln? Ich weiß, dass viel passieren kann und es zwei Tage später außergewöhnlich gut gehen kann", sagte der 31-Jährige aus Schleching, der bislang noch keine WM-Einzelmedaille gewonnen hat.

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