Auch knapp acht Monate nach ihrem Karriereende spürt Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner noch die negativen Auswirkungen ihrer Popularität.

"Es ist nicht weniger geworden. Sondern eher mehr", sagte Neuner dem "Münchner Merkur" (Samstagausgabe): "Nach meinem Karriereende hatten viele das Bedürfnis, mich noch einmal zu sehen. Ich sag' da immer: 'Ich existiere doch noch weiter.'"

Fans würden noch immer an der Tür ihres Hauses im bayerischen Wallgau klingeln und damit wenig Respekt für die Privatsphäre der 25 Jahre alten Doppel-Olympiasiegerin zeigen.

"Es gibt natürlich nach wie vor unschöne Begleiterscheinung", sagte Neuner, die in der Vergangenheit auch mehrfach Ärger mit Stalkern hatte und sich zum Höhepunkt ihres Ruhms bedroht fühlte.

Trotzdem versucht Neuner aber ihre neu gewonnene Freizeit zu genießen und hat dem Leistungssport deswegen vollkommen den Rücken gekehrt.

Als Freizeitathletin schaffe sie nun "fünfmal die Woche joggen auf jeden Fall", betonte Neuner: "Das ist für mich ein guter Start in den Tag."

Ihre Erfolgserlebnisse holt sich die dreimalige Gewinnerin des Gesamtweltcups aber Abseits von Loipe und Schießstand.

"Wenn ich daran denke, dass jetzt die deutschen Biathletinnen in Finnland trainieren, wo es zu dieser Jahreszeit kaum noch hell wird, dann juckt's mich gar nicht mehr", sagte Neuner.

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