Biathlon-Chefbundestrainer Uwe Müßiggang rechnet auch im Jahr eins nach dem Karriereende von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner mit einem erfolgreichen Weltcup-Winter für seine Mannschaft.

"Der deutsche Biathlonsport ist dazu verpflichtet, erfolgreich zu sein", sagte Müßiggang in Oberhof: "Bei den Herren wie bei den Damen haben wir nach den Veränderungen wieder eine sehr homogene Mannschaft. Wir blicken optimistisch nach vorn."

Für die ersten Weltcup-Rennen gesetzt sind Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel (Großbreitenbach) und Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg) bei den Frauen.

Im Herrenteam werden Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Andreas Birnbacher (Schleching) zum Auftakt im schwedischen Östersund Ende November sicher an den Start gehen.

"Sie müssen auch Leistungen bringen, haben ihren Platz aber zunächst sicher, falls Krankheiten sie zurückwerfen", sagte Müßiggang.

Um die weiteren Startplätze kämpft unter anderem die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin Evi-Sachenbacher-Stehle, die seit April mit den Biathleten trainiert. "Ich mache mir jetzt keinen Druck, sondern will das Jahr zum Lernen nutzen", sagte die 31-Jährige:

"Ich fühle mich mit dem Gewehr jedenfalls wohler und komme immer besser klar." Sollte Sachenbacher-Stehle aber nur im zweitklassigen IBU-Cup an den Start gehen, wäre das kein Beinbruch: "Wichtiger wird die Saison danach, wenn ich mich für Olympia in Sotschi qualifizieren möchte. Das ist mein Fernziel."

Nach ihrer Babypause strebt auch Kathrin Hitzer eine Rückkehr in den Weltcup an.

"Sie hat signalisiert, dass sie wieder angreifen möchte", sagte Müßiggang. Noch sei jedoch nicht klar, wann die 26-Jährige wieder ins Training einsteigen kann.

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