Die weißrussische Biathletin Darja Domratschewa hat den Rücktritt ihrer größten Konkurrentin Magdalena Neuner bedauert.

"Ich bin sehr enttäuscht, dass sie ihre Karriere so früh beenden wird. Ich würde gerne noch länger gegen Lena antreten", sagte Domratschewa am Rande der Weltmeisterschaften in Ruhpolding und ergänzte: "Ich trete sehr gern gegen sie an, denn sie ist sehr stark und eine der besten Athletinnen überhaupt."

Zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Ausnahmekönnerinnen kommt es am Samstag (15.30 Uhr) im WM-Sprint vor 30.000 Zuschauern in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena.

"Ich kann nicht sagen, ob ich sie schlagen kann, ich werde jedenfalls mein Bestes geben", sagte die 25-Jährige Weißrussin, die wie Neuner zu den Topfavoriten auf den ersten Einzelsieg bei den Frauen gehört.

Im Gesamtweltcup liegt Domratschewa mit 891 Punkten aktuell auf Rang zwei, und damit nur 39 Zähler hinter der Führenden Neuner. Nur noch bis zum Saisonende wird es das Duell geben, danach die 25 Jahre alte Rekordweltmeisterin aus Wallgau zurück und beendet ihre Karriere.

Die weißrussische Mannschaft hatte zuletzt Probleme mit der Beschaffung von Munition für die Wettkämpfe. Durch ein Waffenembargo der Europäischen Union (EU) darf aktuell keine Munition eines deutschen Herstellers in das Land in Osteuropa geliefert werden.

"Wir hatten Probleme, aber ich denke nicht darüber nach, mein Fokus liegt auf den Rennen", betonte Domratschewa, die sagte: "Ich habe auf jeden Fall noch genug Munition für den Rest der Weltmeisterschaften."

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