Andreas Birnbacher wurde 2008 in Östersund mit der Staffel Weltmeister © getty

Vor dem Sprint in Hochfilzen stapelt Andreas Birnbacher bewusst tief. Sein Ruhepuls sei höher, deshalb brauche er mehr Schläge.

Östersund - Biathlet Andreas Birnbacher setzt sich nach überstandener Erkältung bei der Rückkehr in den Weltcup nicht unter Druck.

"Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich schon wieder bei 100 Prozent bin", sagte der 32-Jährige vor dem Sprintrennen am Freitag (ab 13.30 Uhr im LIVE-TICKER) im österreichischen Hochfilzen.

Den Saisonauftakt hatte er in der Vorwoche verpasst, weil er mit einer schweren Grippe vorzeitig aus dem schwedischen Östersund abreisen musste.

Keine Stimme mehr

"Ich hatte keine Stimme mehr, außerdem Halsweh - es ging gar nichts", schilderte der Gesamtweltcup-Fünfte der Vorsaison, der sich "eigentlich schon ganz gut" gefühlt hatte.

Nach einer Woche bei seiner Familie fühle er sich wesentlich besser: "Wo ich stehe, kann ich aber nur schwer einschätzen."

Im Vorjahr hatte der Bayer in Österreich den Sprint über 10 km gewonnen, im Olympia-Winter kann er davon aber wohl nur träumen.

Es gelte erst mal, in die Wettkämpfe zu kommen und wieder Erfahrung zu sammeln, meinte Birnbacher."Wenn ich am Schießstand sicher bleibe, kann ich mich aber vielleicht selbst überraschen", sagte er.

Erschwerte Bedingungen

Nach dem Sprint am Freitag, bei dem auch Simon Schempp seinen Saisoneinstand gibt, kommt es in Tirol einen Tag später zum ersten Staffelrennen des Winters.

Zum Abschluss der zweiten Weltcup-Station wird am Sonntag ein Verfolgungsrennen ausgetragen.

Birnbacher wird erschwerten Bedingungen trotzen müssen: "Der Ruhepuls ist höher, wenn man krank war, deswegen starte ich schon mal mit ein paar Schlägen mehr. Das macht sich Mitte bis Ende des Rennens bemerkbar, und die Luft ist nicht so da, wie man es gewohnt ist."

Weiterlesen