Michael Greis gewann 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin drei Mal Gold © getty

Das Quintett verballert beim Stehendschießen jede Medaillen-Hoffnung. Der Rückstand ist enorm. Gold holt sich Fourcade.

Ruhpolding - Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt der Einzelwettbewerbe bei der Heim-WM in Ruhpolding enttäuscht und die Medaillen klar verpasst.

Als bester DSV-Skijäger landete der mit großen Sieghoffnungen gestartete Andreas Birnbacher über die 7,5 km nur auf Platz 16.

Nach zwei Schießfehlern hatte der 30-Jährige aus Schleching 1:12,8 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Martin Fourcade (24:18,6 Minuten/2 Schießfehler) aus Frankreich (SERVICE: Der Medaillenspiegel).

Den zweiten Platz hinter dem Führenden im Gesamtweltcup sicherte sich der Norweger Emil Hegle Svendsen (+15,1 Sekunden/2) vor dem Schweden Carl Johan Bergman (+17,7/0) ( 523184 DIASHOW: Der DSV-Kader für Ruhpolding ).

Birnbacher unzufrieden

"Ich hatte nicht meinen besten Tag. Es war sehr schwer zu laufen und ich hatte nicht den besten Ski. Das muss man jetzt analysieren", sagte Birnbacher:

"Vor dem zweiten Schießen war ich einfach richtig platt von der Strecke. Beim Stehendschießen war ich sehr enttäuscht von mir."

Peiffer ohne Chance

Titelverteidiger Arnd Peiffer (+1:45:0 Minuten) hatte mit dem Ausgang des Rennens von Anfang an nichts zu tun und musste sich nach drei Fehlern am Schießstand mit dem 37. Rang zufrieden geben.

Damit sind auch die Aussichten für das Verfolgsungsrennen am Sonntag (ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) mehr als dürftig, denn Peiffer erzielte das schlechteste Ergebnis der fünf deutschen Starter.

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"Das ist extrem ärgerlich"

"Es war einfach kein gutes Rennen, ich habe eine ordentliche Packung bekommen. Das ist extrem ärgerlich, wenn das bei der WM passiert", sagte Peiffer:

"Ich habe das voll mir zuzuschreiben. Ich war im Stehendschießen einfach unkonzentriert und hatte beim Laufen keine Chance. Ich habe so geschwitzt wie schon lange nicht mehr." (BERICHT: Mit letztem Schuss: Peiffer schießt Gold in den Wind)

Greis nicht unzufrieden

Während auch der zweite deutsche Mitfavorit bei frühlingshaften Temperaturen vor 28.000 Zuschauern in der Chiemgau Arena patzte, konnten immerhin Youngster Simon Schempp (+1:13,5/2) auf Rang 18 und Routinier Michael Greis (+1:28,8/3) als 24. annähernd ihr Leistungsvermögen abrufen.

"Ich bin wieder von den Toten auferstanden. Gerade läuferisch war es super", sagte Greis, der trotz fehlender WM-Norm nominiert worden war:

"Die zwei Fehler vom Liegendschießen wurmen mich sehr, denn sie sind an dem Schießstand passiert, an dem ich seit Jahr und Tag trainiere."

Florian Graf (+1:43,6/2) schaffte es bei seinem WM-Debüt nur auf Rang 34.

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