Magdalena Neuner gewann im Sprint von Ruhpolding bereits ihr elftes WM-Gold © getty

Mit einer Galavorstellung sprintet Magdalena Neuner in Ruhpolding zu ihrem elften WM-Triumph. Domracheva ist dennoch zufrieden.

Ruhpolding - Biathlon-Königin Magdalena Neuner hat wieder triumphiert.

Bei der Heim-WM in Ruhpolding gewann die 25-Jährige aus Wallgau vor 28.000 begeisterten Zuschauern die Goldmedaille im Sprint über 7,5 km und holte sich damit ihren insgesamt 11. Titel.

Die fehlerfreie Rekordweltmeisterin zeigte eine überragende Vorstellung und siegte souverän vor der Weißrussin Darya Domracheva (15,2 Sekunden zurück) und der Ukrainerin Wita Semerenko (37,6).

Damit geht Neuner auch als Top-Favoritin beim Verfolgungsrennen am Sonntag (ab 16 Uhr im LIVE-TICKER) an den Start.

"Hatte richtig Bock aufs Laufen"

"Ich habe mich im Rennen super gefühlt. Ich hatte richtig Bock aufs Laufen. Ich bin noch nie vor so einem tollen Publikum gelaufen. Es war ein unglaubliches Gefühl, als die letzte Scheibe

gefallen ist", sagte Neuner.

"Ich war mit einem inneren Lächeln auf der Strecke unterwegs. Ich wollte alles genießen und habe vor und im Rennen Spaß gehabt."

Neuner schaut nur auf sich

Ihre große Konkurrentin im Gesamtweltcup, die vom ehemaligen deutschen Weltmeister Klaus Siebert trainierte Domracheva, war vor Neuner ins Rennen gegangen und hatte die Bestzeiten gesetzt.

Doch die Titelverteidigerin blieb cool.

"Ich habe überhaupt nicht mitbekommen, was die Darya macht. Ich habe alles andere ausgeblendet und versucht nur mein Ding zu machen", erkärte Neuner.

Zuschauer aus dem Häuschen

"Das Liegendschießen war gigantisch", sagte Frauen-Trainer Gerald Hönig: "Heute sind viele Wünsche in Erfüllung gegangen."

Auch im Stehendanschlag machte Neuner keinen Fehler und löste mit jedem Treffer ein mittleres Beben in der Chiemgau Arena aus.

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Mit einem Lächeln im Gesicht ging Neuner auf die letzte Runde, wohl wissend, dass sie an diesem Tag nicht zu schlagen war.

"Die Stimmung an der Strecke war phänomenal, die Trainer und Zuschauer haben mich richtig rübergeschrieen."

Domracheva nicht unglücklich

Die geschlagene Domracheva freute sich trotzdem über "das beste Schießen in der Saison", Trainer Siebert sagte "dass man stolz sein kann auf die Leistungen von beiden. Mein größter Wunsch war es, dass Dascha hier eine Medaille gewinnt."

Siebert, der 1979 an gleicher Stätte zweimal WM-Gold gewonnen hatte, lobte das "fantastische Flair" im Sonnenschein von Ruhpolding.

Neuners Kolleginnen laufen hinterher

Die weiteren deutschen Starterinnen Tina Bachmann (Schmiedeberg/3 Schießfehler) als 22. ("Ich habe es einfach am Schießstand versemmelt"), Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/1) als 29., die siebenmalige Weltmeisterin Andrea Henkel (Großbreitenbach/3) als 34. und Miriam Gössner (Garmisch/4) als 37. enttäuschten dagegen vor heimischer Kulisse ( 523184 DIASHOW: Der DSV-Kader für Ruhpolding ).

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