Die Verbands-Präsidenten der neuen Sportarten im Programm der olympischen Winterspiele haben im Sportausschuss des Deutschen Bundestages ihren finanziellen Mehrbedarf angemeldet.

Während der Deutsche Skiverband (DSV) eine jährliche Forderung von rund 800.000 Euro aufrief, benötigt der Snowboard Verband Deutschland (SVD) eine Erhöhung von 500.000 bis 700.000 Euro.

"Neue Sportarten brauchen neue Wege. Wenn das Ziel der deutschen Mannschaft bei Olympia weiterhin ein Platz zwischen eins und drei im Medaillenranking sein soll, müssen wir die neuen Sportarten besser fördern", sagte SVD-Präsident Hanns-Michael Hölz, verantwortlich für Snowboard und Slopestyle.

"Ich hatte schon den Eindruck, dass die Politiker unsere Sichtweise und auch unsere Nöte verstehen", sagte DSV-Präsident Franz Steinle, zu dessen Verantwortungsbereich Freestyle gehört, nach einer mehrstündigen Anhörung im Ausschuss.

Hölz wies bei der Gelegenheit erneut auf die Notwendigkeit einer eigenen Halfpipe in Deutschland hin, deren Bau- und Betriebskosten allerdings noch nicht in dem vorgestellten Mehrbedarf enthalten sei.

Die Errichtung einer solchen Trainingsstätte koste, so Hölz, zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro. Die Schweiz hat derer fünf. "Wenn wir Erfolg wollen, brauchen wir eine Halfpipe. Im Winter könnte sie von Snowboardern, im Sommer von Skateboardern genutzt werden", so Hölz.

Ungeachtet der Präsentationen im Sportausschuss führt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) derzeit mit der Politik als Geldgeber und seinen Spitzenverbänden Gespräche für eine Reform der Spitzensport-Förderung. Am Ende des Jahres will DOSB-Präsident das neue Konzept vorstellen.

Weiterlesen