Evi Sachenbacher-Stehle wurde in Sotschi positiv auf eine © imago

Der Deutsche Skiverband hat auf den Dopingfall der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle reagiert und plant vor allem in Sachen Nahrungsergänzungsmittel Veränderungen.

"Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit der Thematik, wie kann man die Athleten noch enger informieren, noch engmaschiger kontrollieren", sagte Pressesprecher Stefan Schwarzbach dem Bayerischen Rundfunk.

Sachenbacher-Stehle war bei den Winterspielen in Sotschi positiv auf das verbotene Stimulans Methylhexanamin getestet worden.

Sie hatte eingeräumt, dass sie ein Nahrungsergänzungsmittel vor der Einnahme nicht von offiziellen Stellen hatte kontrollieren lassen. Stattdessen hatte die Langlauf-Olympiasiegerin von 2002 und 2010 auf Aussagen eines persönlichen Beraters vertraut.

Nach Angaben von Schwarzbach prüft der DSV derzeit, das eigene Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln zu erweitern, um so zu verhindern, dass Sportler auf ungeprüfte Mittel zurückgreifen.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir spätestens bis zum Herbst ein so engmaschiges Netz haben, dass dieser Fall tatsächlich eine einmalige und bedauernswerte Aktion war", sagte Schwarzbach.

Zudem bestätigte der DSV-Sprecher, dass Sachenbacher-Stehle nicht die einzige Sportlerin war, die mit dem Mentaltrainer aus Oberbayern zusammen gearbeitet hatte, "nicht nur im Wintersport, sondern auch im Sommersport".

Der Verband habe diese Athleten danach gewarnt, dass sie entsprechende Produkte und generell Nahrungsergänzungsmittel nochmal auf den Prüfstand stellen sollten.

"Das haben unseres Wissen nach wirklich alle Athleten sofort und in letzter Konsequenz dann auch getan, und von daher gehen wir davon aus, dass das ein Einzelfall bleibt", sagte Schwarzbach.

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