Weil er die Schlittschuhe eines Rivalen unbrauchbar gemacht hatte, ist der ehemalige Shorttrack-Weltmeister Simon Cho aus den USA für zwei Jahre gesperrt worden.

Wie der US-Verband am Sonntag (Ortszeit) mitteilte, läuft die Sperre der Internationalen Eislauf-Union bis zum 4. Oktober 2014. Damit kann der 500-Meter-Weltmeister von 2011 und Olympia-Dritte von Vancouver 2010 nicht bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi starten.

Der US-Verband erklärte, er akzeptiere die Sperre. Cho hatte erklärt, auf Anordnung seines Nationaltrainers Chun Jae Su bei der Team-Weltmeisterschaft 2011 in Warschau die Schlittschuhkufe des Kanadiers Olivier Jean mit einem Kufenbiege-Apparat unbrauchbar gemacht zu haben.

Der Sohn südkoreanischer Einwanderer erklärte, er habe zweimal Nein gesagt, ehe ihn der Coach auf Koreanisch zur Sabotage aufgefordert hätte. Cho sprach danach vom größten Fehler seines Lebens. Chun ist von der ISU ebenfalls für zwei Jahre bis zum 25. August 2015 gesperrt worden.

Er war wegen des Skandals als Nationaltrainer zurückgetreten. Cho und der US-Verband hatten sich bei den Kanadiern für den Vorfall entschuldigt. Deren Staffel hatte im 5000-Meter-Finale nur drei statt der vorgesehenen vier Läufer aufbieten können und wurde nur Dritter.

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