Angeführt von Olympia-Hoffnungsträger und Lokalmatador Robert Seifert hat die deutsche Shorttrack-Staffel der Herren beim Heim-Weltcup in Dresden das Finale erreicht.

In der Vorschlussrunde fuhr das Team der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) zwar auf Rang vier, durfte allerdings aufgrund Japans Disqualifikation doch noch über den Einzug in den Endlauf am Sonntag jubeln.

"Es ist auch mal nötig, dass eine deutsche Staffel endlich mal ein bisschen Glück hat. Jetzt vor eigenem Publikum das Finale zu laufen, ist natürlich überragend", sagte Seifert, der im Dezember als erster deutscher Shorttracker einen Weltcup auf einer Einzelstrecke gewonnen hatte.

"Die Entscheidung der Referees ist auf jeden Fall gerechtfertigt", sagte Jonas Kaufmann-Ludwig, der auf einer direkten Qualifikationsposition liegend von einem japanischen Läufer behindert worden war.

Weniger Glück hatte Seifert im Einzellauf. Über die Hoffnungsläufe am Samstagmorgen qualifizierte er sich zwar für das Hauptprogramm, scheiterte allerdings ebenso wie Wildcard-Starter Torsten Kröger (13.) im Viertelfinale über 1000 m und belegte als bester Deutscher am Ende Rang neun. Kaufmann-Ludwig wurde 25., Paul Herrmann erreichte über die 1500 m nur Rang 25).

Bei den Damen sorgte Tina Grassow als Zwölfte über 1500 m für die beste deutsche Platzierung. Die zweite Wildcard-Läuferin Bianca Walter (beide Dresden), die über 1000 m an den Start gegangen war, wurde 13.

Am Sonntag stehen in Dresden die Entscheidungen über 500 m, 1500 m und in den Staffeln auf dem Programm. Auf der kürzesten Distanz rechnet sich besonders Seifert gute Chancen aus.

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