Der beurlaubte US-Shorttrack-Nationaltrainer Chun Jae-Su erhält Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Neun Shorttracker, darunter die Olympiadritte von Vancouver Lana Gehring, halten den Missbrauchsvorwurf gegen Chun als "Scheinangriff gegen seinen Charakter".

Laut einer am Dienstag abgegebenen Erklärung hätten die Sportler keinen der beschriebenen Vorfälle gesehen. Ihrer Meinung nach kümmere sich Chun um seine Schützlinge. Auch wenn er sehr viel von ihnen verlange, sei er doch der Trainer, der die US-Skater am besten auf die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi vorbereiten könne.

Am Montag hatten 14 Mitglieder des US-Teams Chun, seine Co-Trainer und den Verband angezeigt und dem Trainerteam regelmäßigen "physischen, verbalen und psychischen" Missbrauch vorgeworfen.

Chun, so heißt es, habe mit Stühlen und Flaschen geworfen, Athleten geschlagen und gegen die Wand gestoßen und Frauen wegen ihres Gewichts beleidigt. Zudem sollen die Trainer Alkohol an Minderjährige gegeben haben. Daraufhin hatte der amerikanische Eisschnelllauf-Verband Chun beurlaubt.

Hinweise auf fragwürdige Methoden südkoreanischer Shorttrack-Trainer gibt es schon lange. 2004 hatte die Frauen-Nationalmannschaft des Landes vorübergehend gestreikt, nachdem Teammitglieder von Trainern geschlagen worden sein sollen. Südkorea ist die mit Abstand erfolgreichste Shorttrack-Nation der Welt.

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