Anni Friesinger heißt mit Vornamen laut Pass eigentlich Anna Christina © getty

So war das mit dem Höhentrainingslager nicht gedacht. Die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin ist am Knie operiert worden.

München - So war das mit dem Höhentrainingslager sicher nicht gedacht.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger ist wegen eines Knorpelschadens im Knie schon am Montag operiert worden und muss mit einer längeren Pause rechnen.

"Es ist beim Radfahren passiert, im Höhentrainingslager in Kühtai", sagte ihr Manager Klaus Kärcher.

"Anni hat den Gang gewechselt und sich das rechte Knie verdreht. Sie ist in München operiert worden und wurde am Mittwoch wieder entlassen", sagte er weiter.Werbung

Trost von der Mutter

Friesinger sei in Salzburg, wo sich ihre Mutter um sie kümmere.

Der Knorpelschaden wurde erst am Montag bei einer Routineuntersuchung entdeckt, Friesinger kam dann sofort unters Messer.

"Der Knorpel ist von Dr. Volker Smasal operativ behandelt worden. Es war kein Trainingsunfall, sondern ist einfach passiert", sagte Helge Jasch, Teamchef der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft, "Anni geht es soweit ganz gut".

Knie zwei Wochen ruhiggestellt

Über die Länge der Zwangspause zu sprechen, wäre laut Jasch "reine Spekulation. Sie muss jetzt eine Zeit an Krücken gehen, es folgt die Reha und dann eine Anschlussbehandlung." Das Knie wurde laut Kärcher zunächst für 14 Tage ruhiggestellt.

Smasal gab dagegen eine optimistische Prognose für den Heilungsverlauf ab. "Sie hatte einen hervorragenden Trainingszustand, es gibt gute Chancen, dass der Muskelverlust nicht allzu hoch sein wird", sagte er.

"Der Saisoneinstieg wird sich sicher verzögern", räumte er ein, "aber bei den Höhepunkten im kommenden Jahr ist sie wieder top dabei."