Maria Kurjo hat den deutschen Wasserspringern bei den Europameisterschaften in Eindhoven die erste Medaille beschert.

Die 22-jährige Berlinerin musste sich vom Turm mit 312,65 Punkten nur der Ukrainerin Julia Prokoptschuk (321, 55) und Titelverteidigerin Noemi Batki aus Italien (315,60) geschlagen geben und gewann wie vor einem Jahr in Turin Bronze.

Ihre Vereinskollegin Nora Subschinski lag bis zum dritten Durchgang an der Spitze, fiel aber noch auf Platz vier zurück (301,70).

Zuvor waren die Männer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) im nicht-olympischen Wettbewerb vom Ein-Meter-Brett leer ausgegangen. Der WM-Dritte Pavlo Rozenberg sprang beim Sieg des ukrainischen Mitfavoriten Illja Kwascha auf Platz fünf, der Berliner Oliver Homuth wurde Elfter.

Kurjo steigerte sich als Vorkampf-Fünfte im Finale kontinuierlich und lag vor dem finalen fünften Durchgang sogar noch auf Silberkurs. Prokoptschuk zog mit einem starken Schlusssprung aber noch vorbei. Subschinski zeigte sich einen Tag nach dem enttäuschenden vierten Platz im Teamwettbewerb an der Seite von Sascha Klein verbessert.

Im vierten Durchgang patzte sie jedoch beim zweieinhalbfachen Rückwärtssalto und vergab damit die Chance auf ihre erste Einzel-Goldmedaille bei einer EM, die sie mit ihren 322,35 Punkten aus der Qualifikation gewonnen hätte.

Im Männerfinale erwischte Rozenberg keinen guten Start und lag nach zwei Sprüngen bereits 24 Punkte hinter einem Medaillenrang. Im weiteren Verlauf steigerte sich der gebürtige Ukrainer und verkürzte den Rückstand auf Bronze mit einem starken Auerbachsprung im vierten Durchgang auf 14 Zähler.

Am Ende standen zwar 21 Punkte mehr als im Vorkampf zu Buche, zur Medaille fehlten aber weitere 21 Zähler. Silber gewann der russische Titelverteidiger Jewgeni Kusnezow vor dem Franzosen Matthieu Rosset, der zum EM-Auftakt am Dienstag Gold mit Audrey Labeau im Teamspringen gewonnen hatte.

Homuth, mit 20 Jahren jüngster Athlet im DSV-Aufgebot, ließ in seinem ersten Finale bei einer internationalen Meisterschaft im Seniorenbereich immerhin den Lokalmatadoren Yorick de Brujin hinter sich.

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