Die deutschen Wasserspringer haben die erhoffte Medaille zum Auftakt der EM in Eindhoven verpasst.

Im Teamwettbewerb, der nach zwei Testwettkämpfen in den beiden Vorjahren erstmals offiziell zum Meisterschaftsprogramm gehörte, belegte das Duo Nora Subschinski und Sascha Klein mit 378,35 Punkten Platz vier.

Gold gewann das überragende Team aus Frankreich (416,50 Punkte), das die Kür mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad aller acht Duos zeigte. Silber ging an die Ukraine (387,85) vor Russland (384,30).

Im Teamwettbewerb müssen die Duos insgesamt sechs Sprünge absolvieren, drei vom Drei-Meter-Brett und drei vom Zehn-Meter-Turm.

Dabei zeigen beide Teilnehmer jeweils drei Sprünge, darunter mindestens einen aus beiden Höhen.

Das deutsche Duo, bei dem Subschinski zweimal vom Brett und Klein zweimal vom Turm sprang, zeigte ordentliche Sprünge, ließ jedoch den Ausreißer nach oben vermissen.

Allen voran die viermalige Synchron-Europameisterin Subschinski hatte nicht ihren besten Tag und patzte zweimal beim Eintauchen.

"Es war sicher ein Wettkampf, in dem wir uns eine Medaille ausgerechnet hatten. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand und müssen schauen, dass Nora ihren schwächeren letzten Sprung schnell wegsteckt", sagte der Fachspartenchef des Deutschen Schwimm-Verbandes, Walter Alt.

Am Mittwoch stehen in Eindhoven, nach 2008 zum zweiten Mal Austragungsort der kontinentalen Meisterschaften, die ersten Einzelwettbewerbe an.

Im nicht-olympischen Wettkampf vom Ein-Meter-Brett der Männer startet der WM-Dritte des Vorjahres, Pavlo Rozenberg, mit berechtigten Medaillenhoffnungen.

Zweiter Athlet des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ist der Berliner Oliver Homuth, mit 20 Jahren jüngster Athlet im elfköpfigen DSV-Aufgebot.

Im Turmwettbewerb der Frauen sind die Vorjahresdritte Maria Kurjo (Berlin) und Subschinski am Start.

Für die DSV-Springer ist die EM die Generalprobe für die nationale Olympia-Ausscheidung im Rahmen der deutschen Meisterschaften in Berlin vom 24. bis 26. Mai.

Weiterlesen