Sascha Klein (u.) und Patrick Hausding gewannen bei Olympia in Peking 2008 Silber vom 10-m-Turm © getty

Das deutsche Synchron-Duo gewinnt in Eindhoven den fünften Turm-Titel in Folge. Uschi Freitag überrascht mit Silber.

Eindhoven - Das goldene Turmduo Sascha Klein und Patrick Hausding feierte den fünften EM-Titel in Folge, Uschi Freitag in ihrem Geburtsland den größten Einzelerfolg ihrer Karriere.

Die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) haben sich am vorletzten Tag der Wasserspringer-Europameisterschaften in Eindhoven von ihrer besten Seite gezeigt und mit Gold im Synchron-Wettbewerb vom Turm sowie Silber vom Drei-Meter-Brett die Medaillen Nummer fünf und sechs gewonnen.

Wie schon in den vier Vorjahren konnte den Olympia- und WM-Zweiten Klein und Hausding auf europäischer Ebene niemand das Wasser reichen.

Das Paar aus Riesa und Berlin setzte sich in einem packenden Finale mit 463,08 Punkten vor dem russischen Duo Ilja Sacharow/Wiktor Minibajew (437,79) sowie Alexander Bondar und Alexander Gorschkowosow (Ukraine/437,79) durch.

Freitag holt Silber hinter Lindberg

Knapp zwei Stunden zuvor hatte Uschi Freitag aus drei Metern hinter der Schwedin Anna Lindberg (342,75) überraschend Platz zwei belegt und ihre erste internationale Einzelmedaille im Seniorenbereich gewonnen.

Bronze ging an die Ukrainerin Olena Fedorowa (315,00). Die Berlinerin Nora Subschinski sprang nach Platz drei in der Qualifikation im Finale auf den sechsten Platz (298,20).

"Nervenstärke gezeigt"

Hausding und Klein lagen nach Platz zwei im Vorkampf lange in Führung. Erst im fünften von sechs Durchgängen zogen die Russen um den Wimpernschlag von 0,15 Punkten vorbei.

"Wir standen nebeneinander und haben beim Blick auf das Zwischenergebnis alle Vier gelacht", sagte Hausding. Doch das deutsche Duo zeigte einen guten letzten Schraubensprung und erklomm doch noch das oberste Podest.

"Ich war einmal leicht drüber, ansonsten war das ein sehr guter Wettkampf", sagte Klein. "Beide haben am Ende wirklich Nervenstärke gezeigt", sagte DSV-Leistungssportdirektor und Springer-Bundestrainer Lutz Buschkow.

"Ich freue mich total"

Starke Nerven bewies auch Freitag. Nach nervösem Beginn steigerte sich die Sportstudentin kontinuierlich. Im Vergleich zum Vortag, als sie aus einem Meter mit dem letzten Sprung noch aus den Medaillenrängen gefallen war, blieb Freitag cool und verteidigte ihren Platz auf dem Podest.

"Ich freue mich total und weiß gar nicht was ich sagen soll", sagte Freitag.

Dass es am Ende sogar Silber statt der erhofften Bronzemedaille wurde, verdankte sie der neunmaligen Europameisterin Tania Cagnotto (Italien), die nach einer Brettberührung im letzten Durchgang noch von Rang zwei auf Platz vier zurückfiel.

Klein will den Hattrick

Am Sonntag hat die 22-Jährige Freitag im Synchronwettbewerb gemeinsam mit Katja Dieckow nach Platz drei im Vorjahr wieder Medaillenchancen.

Zum Abschluss greift der WM-Dritte Klein im Einzelwettbewerb vom Turm nach dem Titelhattrick. Hausding, der in den beiden Vorjahren jeweils Silber gewann, hatte schon im Vorfeld wegen leichter Schulterprobleme seinen Verzicht erklärt.

Der als zweiter DSV-Starter vorgesehene Martin Wolfram sagte seinen Start wegen einer Verletzung am Handgelenk ab. Der deutsche Hallenmeister konzentriert sich auf die nationale Olympia-Ausscheidung im Rahmen der deutschen Meisterschaften in Berlin (24. bis 26. Mai).

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