Patrick Hausding (l.) und Stephan Feck belegten wie im Vorjahr Rang zwei © getty

Patrick Hausding holt bei der EM das nächste Edelmetall - und will ein drittes folgen lassen. Uschi Freitag wird Vierte.

München/Eindhoven - Einen Tag nach seiner Silbermedaille im Einzel ist Wasserspringer Patrick Hausding bei den Europameisterschaften in Eindhoven auch im Synchronwettbewerb auf Platz zwei gesprungen.

Gemeinsam mit Partner Stephan Feck (Leipzig) musste sich der 23-jährige Berliner vom Drei-Meter-Brett mit 433,68 Punkten wie im Vorjahr nur den russischen Titelverteidigern und WM-Zweiten Jewgeni Kusnezow und Ilja Sacharow (445,92) geschlagen geben.

Bronze sicherte sich das Paar Alexej Prygorow/Illja Kwascha (Ukraine/432,48).

Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) war es die vierte Medaille bei den Titelkämpfen.

Hausding und Feck sprangen in diesem Wettbewerb zum dritten Mal in Folge auf Platz zwei.

Freitag springt auf Platz vier

Vor dem Männerfinale hatte die Deutsche Vize-Meisterin Uschi Freitag Bronze vom Ein-Meter-Brett nur knapp verpasst.

In dem nicht-olympischen Wettbewerb sprang die 22-Jährige mit 269,95 Punkten beim Sieg von Anna Lindberg (Schweden/301,35) auf Platz vier. Vor dem letzten Durchgang hatte sie noch auf dem Bronzerang gelegen.

Dennoch feierte die im niederländischen Maastricht geborene Freitag ihren größten internationalen Einzelerfolg.

Katja Dieckow (Halle/Saale) wurde mit 254,70 Punkten Sechste.

Hinter Lindberg, der Tochter der Turm-Olympiasiegerin von München 1972 Ulrika Knape, belegte die Italienerin Tania Cagnotto nach zuletzt drei EM-Titeln in Folge Platz zwei (281,30). Bronze gewann die Russin Nadeschda Baschina (275,15).

Feck beim Auerbachsalto ohne Probleme

Hausding und Feck starteten nach Platz drei in der Qualifikation gut und lagen nach den beiden Pflichtsprüngen in Führung. Man merkte dem Duo selten an, dass es nach dem verpassten Olympia-Quotenplatz in den letzten Wochen kaum gemeinsam trainiert hat.

Auch der Auerbachsalto, bei dem Feck sowohl bei der Olympia-Qualifikation als auch im Vorkampf von Eindhoven gepatzt hatte, klappte gut.

Mit einem starken letzten Sprung verbesserte sich das Duo noch um einen Rang auf Platz zwei.

Hausding will Titel verteidigen

Am Samstag steht für Hausding der EM-Wettkampf mit der größten Goldchance auf dem Programm.

Im Synchronspringen vom Turm gewann er gemeinsam mit Sascha Klein (Riesa) bei den letzten vier Europameisterschaften den Titel und machte auch dieses Mal keinen Hehl aus der Erwartungshaltung des silbernen WM-Duos.

"Natürlich ist Gold das Ziel. Als Titelverteidiger kann man ja kein anderes Ziel ansetzen", sagte Hausding.

Freitag und Subschniski nur Außenseiterinnen

Die Frauen ermitteln am Samstag die Europameisterin vom Drei-Meter-Brett.

Uschi Freitag und die Bronzemedaillengewinnerin im Synchronspringen vom Turm, Nora Subschinski (Berlin), gehen als Außenseiterinnen in den Wettbewerb.

Für die DSV-Springer ist die EM die Generalprobe für die nationale Olympia-Ausscheidung im Rahmen der deutschen Meisterschaften in Berlin vom 24. bis 26. Mai.

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