Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 hat beim europäischen Verband LEN eine der acht Wildcards für die direkte Champions-League-Teilnahme beantragt.

Obwohl die Berliner in diesem Jahr als Meister vom ASC Duisburg entthront wurden, ist dies nach Regel- und Modusänderungen erstmals möglich.

Künftig wird die Hauptrunde der Champions League nur noch mit zwölf Teams in zwei Sechsergruppen gespielt. Danach gibt es ein "Final Six" als Endrunde. 2012 hatten noch 24 Teams die Hauptrunde bestritten.

Für die neue Hauptrunde qualifizieren sich die vier Sieger der vorausgegangenen dritten Qualifikationsrunde sowie acht Wild-Card-Teams aus acht Nationen. Diese Wild Cards werden nicht nur nach sportlichen Kriterien vergeben:

Zum einen sind 30.000 Euro als Marketingpauschale zu entrichten, zum anderen werden auch Fernseh- und Zuschauerresonanz sowie Qualität der Spielstätte berücksichtigt.

Mit einer Wild Card, die für die nächsten drei Jahre vergeben wird, würden die Berliner in der Setzliste vor Meister Duisburg rangieren, der in Qualifikationsrunde 2 in den Wettbewerb einsteigen müsste. "Die Chancen stehen gut", sagte Spanau-Manager Peter Röhle.

Spandau 04 muss aber frisches Geld aufbringen. "Das reißt ein nicht gedecktes Loch in unsere Etatplanung. Aber wir müssen für unsere Sportart Wasserball weiter zukunftsorientiert handeln", sagte Röhle. Vereinspräsident Hagen Stamm kündigte an: "Ich werde jetzt in Berlin mit dem Klingelbeutel rumlaufen."

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