Hagen Stamm kehrt nach seinem Abschied als Wasserball-Bundestrainer nicht als Chefcoach aller Nationalmannschaften zurück. Die Anfrage des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) lehnte der 52-Jährige ab.

"Ich möchte die Neuen in Ruhe arbeiten lassen und nicht den Übervater spielen", sagte Stamm "SID".

Die deutsche Wasserball-Legende war nach der verpassten Olympia-Qualifikation im vergangenen Jahr wie angekündigt nach zwölf Jahren als Bundestrainer zurückgetreten. Seine Nachfolge trat der bisherige Assistent Nebojsa Novoselac an, der einen Vertrag bis 2016 erhielt.

Der DSV wollte auf Stamms Erfahrung nicht verzichten und ihn als Cheftrainer für alle Wasserball-Nationalmannschaften installieren.

Für dieses Amt steht der Berliner, der als Spieler 1984 mit Bronze in Los Angeles die letzte deutsche Wasserball-Medaille bei Olympia gewann, nicht zur Verfügung. "Aber natürlich will ich gerne beratend zur Seite stehen", sagte Stamm, "und helfen, dass alles weiterläuft."

Der neue Bundestrainer Novoselac kann bei der WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August) auf das Team der vergangenen Jahre zurückgreifen. "Alle machen weiter, er hat alle Möglichkeiten", sagte Stamm.

Mit dem bekanntesten deutschen Wasserballer hatte die DSV-Auswahl 2004 ud 2008 Olympia erreicht und an je sechs Welt- und Europameisterschaften teilgenommen.

Die Spiele in London verpassten die deutschen Wasserballer bei der Qualifikation im vergangenen April überraschend, nachdem sie kurz zuvor nur knapp eine EM-Medaille verpasst hatten.

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