Bundestrainer Vital Heynen will mehr deutsche Spieler in der Bundesliga © getty

Bundestrainer Vital Heynen hat erneut eine Ausländerbeschränkung in der Bundesliga ins Gespräch gebracht.

"Ich bin der Meinung, dass es ganz viele gute deutsche Spieler gibt. Aber die haben zu wenig Einsätze. Deshalb setze ich mich schon seit Jahren für eine Ausländerbeschränkung ein", sagte der Belgier.

Im Finale um die deutsche Meisterschaft zwischen Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys und Pokalsieger VfB Friedrichshafen stehe "normalerweise auf jeder Seite nur ein deutscher Spieler", so Heynen.

Momentan könne man froh sein über drei Deutsche, da Zuspieler Jan Zimmermann glücklicherweise in die Stammformation des VfB gerutscht sei, sagte der Bundestrainer im Gespräch mit der Deutschen Volleyball Liga (DVL).

"Man braucht in der Bundesliga deutsche Starspieler in den Topteams. Mit Max Günthör und Robert Kromm haben wir in den Finals nur zwei", so Heynen, der mit seinem Team am Montag mit einem Lehrgang in Düren in die Vorbereitung auf die WM in Polen (30. August bis 21. September) startet.

Abgesehen von der Problematik um die Nationalspieler ist Heynen begeistert von den Finalspielen: "Am Sonntag waren wieder fast 8000 Leute in der Max-Schmeling-Halle. Das sieht man fast nirgends auf der Welt. Auf diese Finals dürfen die Deutschen ruhig stolz sein."

Dass die Berliner mit einer Niederlage starteten, hat auch Heynen überrascht. Am Mittwoch kann der deutsche Meister in Friedrichshafen die Best-of-Five-Serie mit 3:1 für sich entscheiden.

"Ich gehe davon aus, dass es Berlin in vier Spielen schafft. Aber wenn es Friedrichshafen gelingt, das vierte Spiel zu gewinnen, dann hat Berlin den Druck. Dann weiß ich nicht, wie die Serie ausgeht, ein fünftes Spiel wäre wie Casino", so Heynen.

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