Vital Heynen ist seit Februar Cheftrainer der deutschen Volleyball-Männer © imago

Der Bundestrainer will nach Platz 5 in London den Weg nach Dänemark und Polen ebnen. Drei Olympia-Fahrer fehlen ihm jedoch.

Berlin - Nur einen Monat nach dem fünften Platz bei den Olympischen Spielen in London will die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft den Grundstein für die Qualifikation zur Europameisterschaft im kommenden Jahr in Dänemark und Polen legen.

Das Team von Bundestrainer Vital Heynen tritt ab Freitag im ukrainischen Charkow zum ersten von zwei EM-Qualifikationsturnieren an.

Gegner der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) sind die Ukraine (Freitag, 17.30 Uhr), Slowenien (Samstag, 15 Uhr) und Schweden (Sonntag, 15 Uhr).

"Eine interessante Gruppe"

"Mit der Ukraine und Slowenien haben wir zwei Mannschaften, die auf einem Niveau sind. Es ist eine interessante Gruppe, aber natürlich haben wir unsere Möglichkeiten", sagte Heynen, der Schweden als klaren Außenseiter sieht: "Mit denen habe ich mich noch nicht beschäftigt."

Der Bundestrainer wolle sich erst vor Ort mit den Skandinaviern auseinandersetzen.

Der Gruppensieg zählt

Zum Start der EM-Mission setzt der 43 Jahre alte Belgier auf den Großteil seiner London-Teilnehmer, lediglich Kapitän Björn Andrae, Max Günthör und Christian Dünnes fehlen.

Zuletzt hatte sich das Team in zwei Trainingsspielen mit Spanien gemessen und dabei im thüringischen Nordhausen nach einem 3:1-Sieg eine klare 0:4-Niederlage kassiert.

Der Gruppensieger löst nach dem zweiten Turnier im slowenischen Maribor (13. bis 15. September) das Ticket für die EM vom 20. bis 29. September 2013 direkt.

Zweite Chance möglich

Bislang sind mit den Ausrichtern Dänemark und Polen sowie Serbien, Italien, Russland, der Slowakei und Bulgarien sieben Teams qualifiziert, im September stoßen die sechs Gruppensieger dazu.

Im Mai 2013 werden in den Playoffs der sechs Gruppenzweiten in Hin- und Rückspiel die drei letzten Tickets vergeben.

Das deutsche Aufgebot:

Marcus Böhme (Altotevere Umbro/Italien), Felix Fischer (Berlin), Christian Fromm (Citta di Castello/Italien), Georg Grozer, Lukas Kampa (beide Belgorod/Russland), Denis Kaliberda (Valentia/Italien), Georg Klein (Düren), Marcus Popp (Tours/Frankreich), Jochen Schöps (Rzeszow/Polen), Sebastian Schwarz (Perugia/Italien), Markus Steuerwald (Paris/Frankreich), Simon Tischer (Wegiel/Polen).

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