Wegen des Lockouts sind in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL alle Vorbereitungsspiele bis einschließlich 30. September abgesagt worden.

Dies teilte die Liga am Mittwoch in New York mit. Eigentlich hätten die 30 Vereine am Freitag mit den planmäßigen Trainingscamps in die Saison einsteigen sollen. Auch der für den 11. Oktober geplante Saisonstart steht angesichts der Verzögerung und des weiterhin festgefahrenen Tarifstreits auf der Kippe.

Im Ringen um einen neuen Tarifvertrag zwischen der Spielergewerkschaft NHLPA und den Klubbesitzern war am Wochenende die letzte Frist verstrichen, der alte Vertrag lief damit aus. Zum dritten Mal in 18 Jahren wurden die rund 700 Kufencracks von der Liga "ausgesperrt".

Bereits in den Spielzeiten 1994/95 und 2004/05 hatten sich Spielergewerkschaft und Liga nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können. Beim ersten Lockout fiel nur ein Teil der Saison ins Wasser, 2004/05 wurde die gesamte Spielzeit abgesagt.

Weil dieses Szenario auch in dieser Saison immer wahrscheinlicher wird, haben zahlreiche europäische Spieler bereits bei ihren Heimatvereinen einen Vertrag unterschrieben. Die NHL teilte ihren Angestellten derweil mit, dass sie ab dem 1. Oktober Gehaltseinbußen von 20 Prozent hinnehmen müssen.

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