Sollte die NHL wie erwartet den Saisonstart verschieben müssen, können sich die Fans in Europa wohl auch auf ein Gastspiel von Superstar Sidney Crosby freuen.

Das kündigte der Kanadier in Diensten der Pittsburgh Penguins in der Tageszeitung "Post-Gazette" an. Er denke über einen Wechsel nach Europa nach, sagte der Olympiasieger, aber es gebe noch keinen Zeitplan.

"Ohne zu wissen, wie lange es dauern wird, will man aber keine voreiligen Entscheidungen treffen", sagte Crosby:

"Mein Plan wäre es, einfach abzuwarten und zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln."

Die Klubbesitzer der NHL ringen seit Wochen mit der Spielergewerkschaft NHLPA um den Abschluss eines neuen Tarifvertags.

"Es sieht momentan nicht gut aus, es sei denn, die Dinge ändern sich in den nächsten Tagen", sagte Crosby.

Bislang erhalten die Spieler 57 Prozent der Einnahmen, die Liga will diese Summe reduzieren. Bis zum 15. September muss eine Einigung erfolgen, dann läuft der bisherige Tarifvertrag aus. Die reguläre Saison soll am 11. Oktober starten.

Am Rande einer NHLPA-Versammlung, zu der am Mittwoch und Donnerstag 300 Profis in New York erwartet wurden, sollte es im "Big Apple" auch noch einmal zu einem weiteren Treffen mit der Liga kommen, um den drohenden Lockout (Ausschluss) der Spieler durch die Klubs abzuwenden.

Bereits in den Spielzeiten 1994/95 und 2004/05 hatten sich Liga und Spielergewerkschaft nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können. Beim ersten Lockout fiel nur ein Teil der Saison ins Wasser, 2004/05 wurde die gesamte Spielzeit abgesagt. Damals wechselten einige NHL-Stars nach Europa, um sich fit zu halten.

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