Justin Williams (hinten) gelingt für die Kings das frühe 1:0 in Anaheim © getty

Die Los Angeles Kings gewinnen gegen Anaheim ihr zweites Spiel 7 der NHL-Playoffs. Teemu Selänne erlebt einen bitteren Abschied.

Von Eric Böhm

München/Anaheim - Die Los Angeles Kings haben die Conference Finals der NHL-Playoffs komplettiert.

Der Meister von 2012 bezwang Lokalrivale Anaheim Ducks im entscheidenden siebten Spiel der Zweitrundenserie souverän mit 6:2 (3:0, 2:1, 1:1) und zog zum dritten Mal in Folge in die Halbfinals um den Stanley Cup ein (Die NHL LIVE im TV auf SPORT1 US und im Livestream).

Einmal mehr bewiesen die Kings dabei ihre beeindruckende Nervenstärke. "Es ist schwer zu sagen, aber irgendetwas steckt in diesem Team. Wir brauchten heute unser bestes Spiel der Serie und das war es auch", sagte Stürmer Anze Kopitar.

Kings ziehen Kopf erneut aus der Schlinge

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In der ersten Runde mussten sie gegen San Jose über sieben Spiele gehen und holten einen 0:3-Rückstand auf. In beiden Serien verloren sie jeweils drei Spiele hintereinander.

"Wir sind für die Playoffs geschaffen. In der regulären Saison hatten wir Probleme, aber in den Playoffs sind wir immer zur Stelle", bestätigte Verteidiger Drew Doughty.

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Rookie-Torhüter Gibson früh raus

Justin Williams, Jeff Carter und Mike Richards sorgten bereits im ersten Drittel gegen Anaheims bisher so starken Rookie-Torhüter John Gibson für klare Verhältnisse.

Gibson wurde bereits im zweiten Drittel nach dem 0:4 ausgewechselt. Trotz Heimvorteil hatten die Ducks nie eine Chance (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Es dürfte nach 21 Jahren und 684 Toren auch das letzte NHL-Spiel des 43-jährigen Teemu Selänne gewesen sein, der sich mit einer Ehrenrunde verabschiedete.

"Wir wussten, dass es entweder eine riesengroße Party oder eine große Enttäuschung gibt. Eine riesengroße Enttäuschung ist es geworden", sagte der große Finne, der insgesamt 15 Jahre für Anaheim auf Torejagd ging.

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Williams schließt zu Gretzky auf

Für Williams war der Assist zum Endstand bereits der zwölfte Scorerpunkt in einem Spiel 7 - genauso viele wie die NHL-Legenden Wayne Gretzky, Mark Messier und Trevor Linden.

Nur Doug Gilmore (13) steht noch vor ihm. Williams hat in sechs Anläufen noch nie ein Spiel 7 verloren ( 890717 DIASHOW: Die deutschen Cracks in der NHL ).

"Ich bin natürlich stolz auf meine Zahlen in den siebten Spielen, aber die einzige, die mich interessiert ist 6:0", betonte der Außenstürmer.

Kopitar und Gaborik erhöhen ihre Konten

Playoff-Topscorer Kopitar erhöhte sein Konto auf 19 Zähler. Marian Gaborik ist mit nun neun Treffern bester Schütze der K.o.-Runde.

Um das Ticket für die Endspiele um den Stanley Cup trifft L.A. nun auf Titelverteidiger Chicago Blackhawks. Im Osten duellieren sich Rekordmeister Montreal Canadiens und die New York Rangers.

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Auch Koivu vor Rücktritt

Die Ducks konnten trotz 3:2-Führung in der Serie die Chance auf einen zweiten Stanley Cup nach 2007 nicht nutzen. Kings-Goalie Jonathan Quick dominierte mit 25 Saves - darunter ein Penalty von Corey Perry.

"Das erste Drittel sah aus wie Männer gegen Jungs. Sie waren größer, stärker und zielstrebiger", bilanzierte Coach Bruce Boudreau.

Neben Selänne wird wohl auch der zweite finnische Routinier im Team aufhören. Allerdings hat sich der 39-jährige Saku Koivu noch nicht offiziell geäußert. Das Happy End blieb jedoch beiden verwehrt.

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