Der Streit über die Namensgebung der Washington Redskins aus der NFL sorgt in den Vereinigten Staaten abermals für erhitzte Gemüter und ist durch Präsident Barack Obama auf eine neue Ebene gehoben worden.

Das Staatsoberhaupt erklärte in einem am Samstag veröffentlichten Interview, dass er als Besitzer der Franchises über einen Namenswechsel nachdenken würde.

Vertreter der Ureinwohner griffen Obamas Aussagen umgehend auf. "Der Begriff Redskins ist im Wörterbuch als beleidigend eingestuft", sagte Ray Halbritter, ein prominenter Anführer des Oneida-Stammes.

"Der Teamname Washingtons ist eine schmerzhafte Beleidigung, die gegen mein Volk, das indianische Volk, benutzt wurde, als wir gewaltsam von unserem Land vertrieben wurden."

Die Wenigsten würden diesen Begriff im direkten Gespräch mit einem amerikanischen Ureinwohner benutzen, "Rothäute" würde sie als Bürger zweiter Klasse diffamieren.

Marketing-Mogul und Redskins-Eigner Dan Snyder ließ über seinen Anwalt seine bereits bekannte Sicht mitteilen, dass ein Wechsel des Klubnamens nicht zur Debatte steht.

"Wir respektieren bei den Redskins jeden", sagte Lanny Davis.

Niemand habe die Absicht, eine ethnische Gruppe zu verunglimpflichen. Davis wies zugleich auf eine landesweite Umfrage vom April hin.

Demnach sind nur zwanzig Prozent der Amerikaner der Meinung, die Redskins sollten ihren Namen ändern. Auch einige Indianerstämme hatten bereits erklärt, kein Problem mit dem Teamnamen zu haben. Die "Skins" würden ihre Kultur respektieren und feiern.

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