Jordy Nelson wurde 2008 in der zweiten Draft-Runde von Green Bay gewählt © getty

Green Bay verzichtet am 15. Spieltag noch auf Star Rodgers. Dallas plagt die Dezember-Depression. Den Bengals winkt Historisches.

Von Eric Böhm

München - Es wäre die Geschichte des 15. Spieltages gewesen.

Aaron Rodgers kehrt an der Stätte seines größten Erfolges zurück und bringt die Green Bay Packers wieder mitten ins Playoff-Rennen.

Stattdessen wird erneut der erst vor wenigen Wochen wieder verpflichtete Matt Flynn als erster Quarterback im Schlüsselspiel bei den Dallas Cowboys (ab 22.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) auflaufen.

"Es ist nicht gerade leicht, deinem Quarterback sagen zu müssen, dass er nicht spielt. Er wollte unbedingt, aber wir haben in seinem besten Interesse entschieden", sagt Coach Mike McCarthy.

Verlieren verboten

Vor knapp drei Jahren wurde Rodgers in der Super-Arena der Cowboys zum MVP des Super Bowls gegen Pittsburgh gewählt, sein Schlüsselbein ist aber noch nicht stabil genug.

Die Packers (6 Siege - 6 Niederlagen - 1 Remis) benötigen unbedingt einen Sieg, um in der NFC North an Detroit und Chicago (beide 7:6) dranzubleiben (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

"Solange er noch nicht dabei ist, müssen wir weiter ums Überleben kämpfen. A-Rod ist unser Kopf, aber wir sind auch ohne ihn gefährlich", betont Receiver Jordy Nelson.

Romo fordert Siege

Vielleicht reicht es ja auch so, denn die Cowboys plagt neben ihrer jährlichen Dezember-Depression auch die schwächste Abwehr der gesamten Liga.

Über 420 Yards schenken die Gegner den Texanern durchschnittlich ein. Zudem wurden seit Spielmacher Tony Romo zum Starter gemacht wurde nur elf von 27 Spielen im letzten Monat des Jahres gewonnen.

"Es fühlt sich so an, als müssten wird die letzten drei Spiele gewinnen, um in die Playoffs zu rutschen. Wir müssen uns aber in allen Bereichen steigern", fordert Romo.

Kiffin hadert mit dritten Versuchen

Die Verpflichtung des NFL-Urgesteins Monte Kiffin als Coordinator für die Verteidigung hat sich aber bisher nicht ausgezahlt.

Seine Zonenverteidigung raubte den Cowboys ihre Aggressivität bei der Jagd auf den gegnerischen Quarterback. Nur drei Teams haben weniger Sacks auf dem Konto (27).

"Die dritten Versuche killen uns. Wenn du den Gegner da nicht stoppen kannst, wird es schwer", meint Kiffin. Am Montag schafften die Bears bei ihrem 45:28-Erfolg acht ihrer elf dritten Versuche.

Schicksal in eigener Hand

Dadurch leidet auch die Angriffszeit der Offensive, Romo kam bei der Pleite nur auf 104 Passyards.

Zudem fällt Linebacker Sean Lee nach seiner Nackenverletzung aus dem Monday Night Game aus. Immerhin kontrolliert Dallas (7:6) sein Schicksal (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Sie liegen in der NFC East zwar hinter Philadelphia (8:5), könnten aber mit einem Sieg am letzten Spieltag mit dann gewonnenem direkten Vergleich noch vorbeigehen.

SPORT1 blickt auf zwei weitere NFL-Spiele des 14. Spieltages:

Pittsburgh Steelers - Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals können gegen die Pittsburgh Steelers (ab 2.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) etwas schaffen, was ihnen in ihrer 46-jährigen Historie noch nie geglückt ist.

Mit etwas Schützenhilfe winkt den Bengals (9:4) die dritte Qualifikation für die Playoffs in Folge. Beim abgeschlagenen Divisionsrivalen wäre es umso schöner. Miami oder Baltimore müssten zusätzlich verlieren.

"Wir haben einen Lauf. Zu Saisonbeginn hatten wir drei Ziele: zu Hause ungeschlagen bleiben, die AFC North gewinnen und die Meisterschaft holen. Dabei bleibt es", sagt Linebacker Rey Maualuga.

Dalton stark wie nie

Bei einer Baltimore-Pleite und einem eigenen Sieg wäre die AFC North schon unter Dach und Fach. Neben der starken Abwehr ist Spielmacher Andy Dalton ein Erfolgsgarant.

Ihm gelangen bereits 25 Touchdown-Pässe - acht davon fing Star-Receiver A.J. Green. Den Steelers (5:8) bleibt nach vielen frustrierenden Pleiten nur die Rolle des Spielverderbers.

"Wir wissen, worum es geht. Wir sind Profis und wollen gewinnen", meint Running Back Le'Veon Bell.

Miami Dolphins - New England Patriots

Die New England Patriots (10:3) können sich zum zehnten Mal in den vergangenen elf Jahren den Titel in der AFC East sichern und Rivale Miami (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) einen Rückschlag im Playoff-Rennen verpassen.

Allerdings müssen Quarterback Tom Brady und Co. eine weitere schwere Verletzung verdauen. Tight End Rob Gronkowski fällt mit Kreuzbandriss bis Saisonende aus.

"Es ist bitter, aber wir haben in dieser Saison schon viel weggesteckt. Wir haben das Selbstvertrauen, um dennoch Siege zu erwarten", sagt Brady.

Die Dolphins (7:6) liegen aktuell gleichauf mit Meister Baltimore auf den letzten Playoff-Platz der AFC. "Wir müssen auf uns schauen und den Job erledigen", fordert Cornerback Brent Grimes.

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