Chicago ist dank Schattenmann McCown zurück. Ex-MVP Rodgers könnte der X-Faktor werden. SPORT1 blickt auf das NFL-Playoff-Rennen.

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Von Eric Böhm

München - Im heimischen Kühlschrank hat der Nobody die Chicago Bears zurück ins Playoff-Rennen gehievt.

Der klassische Karriere-Backup Josh McCown nutzte seine Chance auf der großen Bühne des Monday Night Games und sicherte seinem Team mit fünf Touchdowns das wichtige 45:28 gegen die Dallas Cowboys (News).

Jede Angriffsserie der Gastgeber führte zu Punkten. "Es ist ein Traum für mich. So wie das Team spielt, musst du als Quarterback am Ende eigentlich fünf Touchdowns haben", sagte der bescheidene Matchwinner (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Cutler gestärkt

Durch den siebten Saisonsieg im 13. Spiel zog Chicago an der Spitze der NFC North mit den Detroit Lions gleich, die allerdings den direkten Vergleich auf ihrer Seite haben.

Nach McCowns inzwischen 13 Pass-Touchdowns bei nur einer Interception muss sich Coach Marc Trestman allerdings mit einer Quarterback-Kontroverse herumschlagen (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Denn der noch angeschlagene Star Jay Cutler (Knöchelprobleme) überzeugte in dieser Saison selten, hat kein gutes Standing bei Fans und Medien und ist nach der Saison vertragslos.

"Es gibt keine Planänderung. Wenn Jay von den Ärzten die Freigabe bekommt, wird er spielen", beharrte Quarterback-Guru Trestman noch auf seinem Standpunkt.

Cowboys bangen

Dagegen droht den Cowboys (7 Siege - 6 Niederlagen) nach der Pleite der nächste Dezember-Einbruch. Dabei war Super Bowl XLVIII in New York das große Ziel.

Der Endspurt um die Playoff-Tickets in der NFL hat aber erst begonnen. SPORT1 gibt drei Spieltage vor Schluss einen Überblick.

NFC:

Zum X-Faktor in der engen NFC North könnte Aaron Rodgers werden. Der Ex-MVP kehrt nach Verletzungspause ins Team der Green Bay Packers (6:6:1) zurück, die am letzten Spieltag in Chicago antreten.

Eigentlich hat Detroit alles in der Hand. In der Vergangenheit stolperten die Lions um Super-Receiver Calvin Johnson allerdings genau dann.

Ebenso geht es in der NFC East nur um den Titel, denn die Wildcards gehen wohl in Westen und Süden. In dem Schneckenrennen liegen die Philadelphia Eagles (8:5) nach ihrem Schneeballsieg gegen Detroit auf Kurs ( 818941 DIASHOW: Die Bilder des 14. Spieltages ).

Coach Chip Kelly und der wundersame Aufstieg des Quarterbacks Nick Foles (20 Touchdowns, 1 Interception) sind die Trümpfe. Auch hier winkt allerdings am 17. Spieltag in Dallas ein Endspiel.

Den Seahawks (11:2) ist trotz der Niederlage gegen San Francisco der Heimvorteil für die Playoffs kaum noch zu nehmen. Der Weg in den Super Bowl wird über das kalte Seattle führen.

Im Süden fällt in zwei Wochen die Entscheidung, ob New Orleans (10:3) oder Carolina (9:4) die Division holt oder am Wildcard-Wochenende auswärts ran muss.

Wildcards:

Ein freier Platz geht fast sicher in die NFC South, der zweite scheint Super-Bowl-Verlierer 49ers (9:4) sicher zu sein, wären da nicht die Arizona Cardinals (8:5), die sich still und leise in die K.o.-Runde schleichen könnten. Ebenfalls am letzten Spieltag treffen dieses beiden Kontrahenten aufeinander.

AFC:

Peyton Mannings Denver Broncos (11:2) halten die besten Karten in der Hand und eilen von Rekord zu Rekord. Das 51:28 über Tennessee bedeutete zudem die garantierte Playoff-Teilnahme (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Manning wird zum 13. Mal um den Einzug in den Super Bowl kämpfen und stellte damit und durch sein siebten Saisonspiel mit vier Touchdown-Pässen NFL-Bestmarken auf.

Angesichts des leichten Restprogramms (San Diego, Houston, Oakland) ist den Broncos der Heimvorteil in den gesamten Playoffs kaum noch zu nehmen.

Wenn überhaupt, können die New England Patriots (10:3) noch zum Spielverderber werden. Auch ohne den verletzten Sebastian Vollmer dürfte für Tom Brady und Co. zumindest ein spielfreies Wildcard-Wochenende rausspringen. Ein heißer Endspiel-Kandidat sind die Pats nach schwachem Saisonstart ohnehin.

In der AFC South fuhren Björn Werners Indianapolis Colts (8:5) trotz Niederlage in Cincinnati den ersten Divisionstitel seit Mannings Abschied ein. Das liegt aber eher an der schwachen Konkurrenz. Eine Überraschung ist mit Quarterback Andrew Luck im Januar trotzdem drin.

Die Bengals (9:4) verteidigten ihre Führung in der AFC North und können Rang eins wohl kaum noch verspielen - es wäre die erste Meisterschaft in der knochenharten Staffel seit 2009.

Wildcards:

Titelverteidiger Baltimore (7:6) bleibt deshalb nur der Kampf um die zweite Wildcard, denn die erste ist den überraschend starken Kansas City Chiefs (10:3) gewiss.

Die vor der Saison umgekrempelten Ravens liefern sich mit Miami (7:6), den NY Jets und San Diego (6:7) ein heißes Rennen. Der Champion macht zwar den stabilsten Eindruck, muss aber noch in Detroit und Cincinnati sowie gegen New England antreten. Miami und die Jets könnten sich am letzten Spieltag ein Endspiel gegeneinander erkämpfen.

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