Drew Brees (l.) gewann mit den Saints Super Bowl XLIV im Februar 2010 © getty

Der Quarterback der Saints durchbricht als jüngster NFL-Spieler die Marke von 50.000 Passyards. Die 49ers schlagen Seattle.

Von Eric Böhm und Dustin Werk

München - Im Spitzenspiel der NFL haben die New Orleans Saints am 14. Spieltag ihre Super-Bowl-Ambitionen untermauert.

Mit einem ungefährdeten 31:13 (0:6, 21:0, 3:0, 7:7)-Sieg beendeten die Saints zugleich die acht Spiele anhaltende Siegesserie der Carolina Panthers (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Mann des Abends war Saints-Quarterback Drew Brees dank vier Touchdown-Pässen. Mit seinen 313 Passyards durchbrach der 34-Jährige als jüngster Spieler der NFL-Geschichte die Marke von 50.000 Passyards.

"Ich liebe diesen Angriff. Es gibt auf dem Weg immer Meilensteine und Rekorde, aber ich bin einfach froh, mit diesem Team unterwegs zu sein. Wir haben noch viel vor", bilanzierte Brees.

Colston packt zu

Im heimischen Superdome brachten die Saints wie gewohnt ihr überragendes Passspiel auf den Rasen. Brees zerlegte mit seinen Würfen die beste Defense der Liga nach Belieben.

Nach leichten Startproblemen und 0:6-Rückstand im Eröffnungsviertel warf der 34-Jährige im zweiten Abschnitt drei Touchdwns, zwei davon schnappte sich Receiver Marques Colston (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

"Wir hatten eine tolle Balance. Marques hatte einige starke Catches, die Offensive Line hat dominiert und die Verteidigung hat uns immer wieder den Ball zurückgeholt", lobte Brees.

Carolina heiß aufs Rückspiel

Sein Gegenüber Cam Newton fand gegen die starke Abwehr der Saints tatsächlich kein Mittel und blieb mit 160 Passyards blass. New Orleans gestattete ihm auch nur einen guten Lauf ( 818941 DIASHOW: Die Bilder des 14. Spieltages ).

"Ich bin überrascht und enttäuscht. Wir sind eigentlich ein viel besseres Team. Der Kunstrasen bringt ihnen auch Vorteile. Wir werden sehen, wie es in Carolina läuft", sagte Gäste-Trainer Ron Rivera.

In zwei Wochen kommt es zum Rückspiel in Charlotte. "Sie waren heute besser. Sind sie generell besser? Nein. In zwei Wochen werden wir das zeigen", gab sich Newton kämpferisch.

Saints an der Spitze

Dann müssen sie Brees aber mehr unter Druck setzen und ihn durch eigene Offense an der Seitenlinie halten.

"Er verdient seinen Erfolg. Ich sehe, wie hart er jede Woche arbeitet. Das ist fantastisch", schwärmte Colston. Nur die Legenden Brett Favre, Peyton Manning, Dan Marino und John Elway haben noch mehr Passyards als Brees.

Mit einer Bilanz von zehn Siegen und drei Niederlagen behauptete New Orleans zudem den Spitzenplatz in der NFC South und ist klar auf Playoff-Kurs. Die Panthers (9:4) sind in der NFC South jetzt Zweiter, haben aber immer noch alle Chancen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

SPORT1 blickt auf eine weitere NFL-Partie des 14. Spieltages:

San Francisco 49ers - Seattle Seahawks 19:17

Die Seattle Seahawks haben den vorzeitigen Divisionsgewinn im Westen verpasst. Das beste Team der NFC verlor bei den San Francisco 49ers mit 17:19 (0:6, 14:10, 0:0, 3:3).

In der umkämpften Partie brachte Running Back Frank Gore (110 Yards) sein Team mit einem Lauf über 51 Yards in Field-Goal-Reichweite.

Kicker Phil Dawson traf 26 Sekunden vor dem Ende zum Sieg für die Niners (9:4), die den Rückstand auf Seattle (11:2) so verkürzten.

"Wir spielen momentan für unser Leben. Das ist Playoff-Football. Es heißt, Siegen oder nach Hause gehen", sagte San Franciscos Receiver Anquan Boldin.

Lynch baut ab

Der Super-Bowl-Finalist rehabilitierte sich für die deftige Niederlage im Hinspiel und hat seit 2008 kein Heimspiel mehr gegen einen Divisionskonkurrenten verloren.

Vor allem in der zweiten Hälfte stockte der Angriffsmotor der Seahawks gewaltig. Running Back Marshawn Lynch schaffte in der zweiten Hälfte nur noch 22 Yards. Quarterback Russell Wilson brachte nur 15 seiner 25 Pässe an den Mann und warf eine Interception.

"Ich weiß nicht, ob es ihr Super Bowl war, aber sie haben verdammt gut gespielt", meinte Seattles Verteidiger Red Bryant.

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