Cam Newton (l.) war 2011 Offensi-Rookie des Jahres in der NFL © getty

Am 14. Spieltag will "Riverboat Rons" Carolina den Dome der Saints einnehmen. Die 49ers haben eine Rechnung mit Seattle offen.

Von Eric Böhm

München - Die Wachablösung in der NFC South winkt.

Die Carolina Panthers haben sich mit acht Siegen in Folge ins Rampenlicht katapultiert und können am 14. Spieltag mit einem Sieg in New Orleans (ab 2.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) an den Saints vorbeiziehen.

Die Brust des Überraschungsteams wird immer breiter, während die Gastgeber noch an ihrer bitteren Abfuhr in Seattle (7:34) knabbern.

"Für uns gibt es kein Limit. Kein Dach, kein Himmel kann uns aufhalten. Es steckt jeden Spieler, Coach und Fan an. Wir glauben an unsere Unbesiegbarkeit", tönt Carolinas Defensive End Greg Hardy.

Panthers kein gern gesehener Gast

Selbst die gefürchtete "Donnerkuppel" der Saints schüchtert die Truppe um Star-Quarterback Cam Newton nicht ein. New Orleans ist noch ohne Heimpleite.

Vor fast genau einem Jahr waren es jedoch die Panthers, die als bis dato letzter Gegner einen Sieg aus dem Superdome entführen konnten (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

"Wir wissen, was auf uns zukommt. Es herrscht immer eine besondere Atmosphäre, aber ich mag das", sagt Newton, der bereits 25 Touchdowns und über 3000 Yards aus Läufen und Pässen auf dem Konto hat.

Brees ist heiß

Beide Teams trennen psychisch trotz identischer Bilanz (9 Siege - 3 Niederlagen) derzeit Welten. Der explosive Saints-Angriff wurde in Seattle fast schon lächerlich gemacht (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Spielmacher Drew Brees schaffte keine 150 Yards, das war ihm zuletzt 2006 passiert. Entsprechend "stark motiviert" ist der Routinier.

Auch Coach Sean Payton - ihm droht erstmals seit 2009 eine zweite Niederlage in Folge - will den "bitteren Rückschlag" sofort korrigieren, warnt aber vor "einem der momentan besten Teams der Liga."

Beste Abwehr der NFL

Die Panthers lassen mit durchschnittlich nur 13,1 pro Spiel die wenigsten Punkte der Liga zu. Die knapp 290 Yards des Gegners reichen immerhin noch für Rang zwei.

"Einem solchen Angriff standen wir aber noch nicht gegenüber. New Orleans macht Dinge, da sagst du einfach nur Wow", betont Carolinas Trainer Ron Rivera.

Der Coach hat zudem derzeit das richtige Händchen. Während der Siegesserie ließ er achtmal einen vierten Versuch ausspielen - immer schaffte sein Team ein First Down.

Diese Risikobereitschaft brachte ihm den Spitznamen "Riverboat Ron" ein - in Anlehnung an die früheren Pokerturniere auf Flussdampfern.

Rivera: Vermarktung des Spitznamen?

Der Beiname ist inzwischen so populär, dass Rivera daran denkt, ihn schützen zu lassen und für wohltätige Zwecke einzusetzen: "Das ist keine schlechte Idee."

Auch aus dem Lazarett gibt es für die Panthers durchweg gute Nachrichten. Running DeAngelo Williams kehrt ebenso zurück, wie Linebacker Chase Blackburn und der beste Quarterback-Jäger Charles Johnson.

SPORT1 blickt auf zwei weitere NFL-Spiele des 14. Spieltages:

San Francisco 49ers - Seattle Seahawks

Der aktuelle NFC-Champion hat etwas gutzumachen und braucht jeden Sieg: Die San Francisco 49ers wollen gegen ihren Angstgegner aus Seattle (ab 22.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) eine offene Rechnung begleichen.

Die Seahawks gewannen die vergangenen beiden Duelle zusammengerechnet 71:16 und könnten mit ihrem achten Sieg in Folge den Divisionstitel in der NFC West klarmachen.

"Rache war für mich nie ein Thema. Wir wollen uns für schlechte Leistungen rehabilitieren. Mir geht es nur um den Sieg", sagt Niners-Coach Jim Harbaugh.

Carroll will mehr

Eine weitere Niederlage würde die 49ers (8:4) außerdem auch im Playoff-Rennen zurückwerfen. Seattle braucht dagegen nur noch zwei Siege, um den Heimvorteil für die Playoffs zu sichern.

"Wir sind ein Playoff-Team. Das ist schön, aber nicht unser Ziel. Wir wollen zu Hause bleiben, dann haben wir sehr gute Chancen", erklärt Seattles Trainer Pete Carroll.

Ihnen fehlt jedoch Receiver Percy Harvin, den eine Hüftverletzung auf Eis legt.

Philadelphia Eagles - Detroit Lions

Ein vor der Saison nicht erwartetes Duell zweier Divisionstabellenführer bestreiten die Philadelphia Eagles und Detroit Lions (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Vor allem die Eagles unter Rookie-Coach Chip Kelly und mit dem unerfahrenen Quarterback Nick Foles sind eine große Überraschung. Foles steht aktuell bei unglaublichen 19 Pass-Touchdowns ohne eine Interception.

"Er trifft gute Entscheidungen und macht keine Fehler. Wir müssen ihn unter Druck setzen", fordert Detroits Safety Glover Quin.

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