Peyton Manning schaffte zum 13. Mal mindestens 4000 Passyards in einer Saison © getty

Die NFL-Ikone führt die Broncos zum Sieg bei den Chiefs. Der nächste NFL-Rekord wackelt. Cincinnati hat die AFC North im Griff.

Von Eric Böhm

München - Peyton Manning hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet.

Nach der Pleite gegen Tom Bradys New England Patriots führte der viermalige MVP die Denver Broncos am 13. Spieltag in Kansas City zu einem wichtigen 35:28 (0:7, 14:14, 14:0, 7:7)-Sieg.

Manning warf Pässe für 407 Yards und fünf Touchdowns. Damit überbot er seinen 2012 aufgestellten Teamrekord für Touchdowns in einer Saison (nun 41) und näherte sich der NFL-Bestmarke (50).

"Ich glaube, er hat heute wieder allen gezeigt, warum er so großartig ist. Er hat jeden Wurf drauf. Egal ob nach innen, nach außen, kurz oder lange: Peyton ist unglaublich", sagte Receiver Eric Decker (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Decker explodiert

Die im bisherigen Saisonverlauf meist nur dritte Anlaufstation Mannings drehte beim Divisionskracher richtig auf. Viermal erreichte er die Endzone und schaffte 174 Yards.

"Es war ein verbissene Leistung. Auswärts ist es immer schwer, aber die Jungs haben alles gegeben. Jetzt können wir Coach Fox auf Rang eins wieder zurück begrüßen", jubelte Interimstrainer Jake Del Rio.

Drei seiner vier Partien konnte Del Rio als Boss gewinnen, während sich John Fox von einer Herz-OP erholte. Zu Wochenbeginn übernimmt der Head Coach wieder (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Manning zieht Schlüsse aus dem Hinspiel

Durch den Erfolg hat Denver (10 Siege - 2 Niederlagen) nun in der AFC West die deutlich besseren Karten als die Chiefs (9:3), die ihr drittes Spiel in Folge verloren.

Denn auch der direkte Vergleich spricht vier Spieltage vor Ende der regulären Saison für die Broncos, die schon das Hinspiel vor zwei Wochen für sich entschieden hatten.

"Wenn du so kurz hintereinander zweimal gegen ein Team spielst, hast du noch Ideen im Kopf. Wir hatten damals einige Chance liegenlassen. Diesmal haben wir manche dieser Spiezüge besser umgesetzt", sagte der überragende Manning.

Meilensteine purzeln

Kansas City hatte zunächst schnell 21:7 geführt - unter anderem dank eins 108-Yard-Kickoff-Returns durch Knile Davis, ehe die Broncos mit 28 Punkten in Folge zurückschlugen ( 814305 DIASHOW: Die Bilder des 13. Spieltages ).

Nach seinem eher schwachen Auftritt in New England zeigte Manning trotz zweier Interceptions die alte Form. Zum 13. Mal in seiner Karriere durchbrach er die Marke von 4000 Passyards in einer Saison.

Smith vergibt letzte Chance

Die Chiefs zeigten im letzten Viertel Moral und verkürzten durch Running Back Jamaal Charles (93 Yards) auf 28:35.

Die letzte Ausgleichschance der Gastgeber vergab knapp zwei Minuten vor Schluss Quarterback Alex Smith (26 von 42 für 293 Yards). Sein Pass in die Endzone in Richtung Dwayne Bowe beim vierten Versuch kam nicht an.

Nach neun Siegen ohne Niederlage müssen die Chiefs nun die Kurve kriegen, um den eigentlich schon festgebuchten Playoff-Platz nicht noch zu verspielen.

"Niederlagen gehören zum Spiel. Dieses Team hat Charakter und wird kämpfen. Wir haben alles selbst in der Hand", meinte Smith. In Denvers Liga spielen sie aber noch nicht.

SPORT1 blickt auf eine weitere NFL-Partie des 13. Spieltages:

San Diego Chargers - Cincinnati Bengals 10:17

Die Cincinnati Bengals (8:4) erarbeiteten sich durch das 17:10 (0:0, 7:7, 7:0, 3:3) bei den San Diego Chargers eine klare Führung in der AFC North (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Sie liegen nun deutlich vor Titelverteidiger Baltimore (6:6). Ein Touchdown von Receiver-Star A.J. Green und 164 Laufyards sorgten für die nötigen Punkten, aber die Verteidigung war entscheidend.

Cornerback Adam "Pacman" Jones sprach zu recht von einem "dreckigen" Sieg, denn der explosive Angriff der Chargers kam nie in einen Rhythmus.

Rivers entnervt

Drei Ballverluste und die schwächste Punktausbeute der Saison sprechen eine deutliche Sprache. "Mit zehn Punkten wirst du nicht viele Spiele gewinnen. Das ist eine verdammt gute Defense", stöhnte San Diegos Quarterback Philip Rivers (252 Yards).

Nach der vierten Schlappe innerhalb der vergangenen fünf Wochen lösen sich die Playoff-Hoffnungen der Chargers (5:7) allmählich in Luft auf.

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