Lynch (Mitte) kommt in der aktuellen Saison auf 578 Yards und sechs Touchdowns © getty

Seattles Quarterback Wilson bleibt im Thursday Night Gameohne Fehl und Tadel. Cardinals-Spielmacher Palmer einen Höllenritt.

Von Florian Pertsch

München/Glendale - Die Seattle Seahawks haben am 7. Spieltages der NFL ihre Vormachtstellung in der NFC West behauptet und die Arizona Cardinals mit 34:22 (17:10) geschlagen.

Die Seahawks, mit sechs Siegen bei nur einer Niederlage souverän an der Spitze der Division, lagen zu keinem Zeitpunkt des Thursday Night Game in Rückstand und dominierten vor allem dank ihrer gnadenlosen Verteidigung (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ein richtig cooler Abend für unser Football-Team", freute sich Seahawks-Coach Pete Carroll: "Wir wollten diesen Auswärtssieg unbedingt und unsere Stärke in fremden Stadien genießen."

Horrortag für Palmer

Cardinals Quarterback Carson Palmer wurde von Seattle siebenmal gesacked, zusätzlich fingen die Seahawks zwei Pässe Palmers ab.

Palmer warf in den letzten fünf Spielen elf Interceptions und liegt damit nur zwei hinter Fehlpass-Spitzenreiter Eli Manning von den New York Giants.

So schlecht wie Testaverde

Eine vergleichbares Interception-Debakel mit mindestens zwei Fehlpässen in fünf Spielen in Folge legte zuletzt Vinny Testaverde im Jahr 2000 hin (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

"Wir wussten, dass wir gegen Seattle großartig spielen müssen", erklärte ein geknickter Cardinals-Quarterback: "Und wir waren garantiert nicht großartig."

Nach der 58:0-Demontage Arizonas in der vergangenen Saison sorgte Seattles Spielmacher Russell Wilson (235 Yards, 3 Touchdowns) auch diesmal für lange Cardinals-Gesichter (794303DIASHOW: Die Bilder des 7. Spieltages).

Super Job der Receiver

Der Quarterback lobte vor allem die Arbeit seiner Offense-Kollegen: "Die Receiver haben einen super Job gemacht. Patrick Peterson ist einer der besten Cornerbacks der Liga, und sie haben trotzdem gegen ihn gepunktet."

Running Back Marshawn Lynch brachte es zudem in 21 Versuchen auf 91 Lauf-Yards und einen Touchdown.

Bei Arizona, das mit nur drei Siegen aus sieben Partien weiter im Keller der Division festhängt, überzeugte lediglich Kicker Jay Feely, der drei Field Goals (52, 49, und 22 Yards) sicher verwandelte.

Zu schläfrig begonnen

"Wenn du in so einem Spiel in Rückstand gerätst, dann wird es wirklich schwer", fasste Cardinals-Coach Bruce Arians die Lage zusammen: "Wir müssen in Angriff und Verteidigung früher ins Spiel kommen. Gegen Seattle haben wir sehr schläfrig begonnen."

Die Touchdowns der Cardinals erzielten Running Back Rashard Mendenhall sowie Widereceiver Jaron Brown.

Am 8. Spieltag der NFL empfangen die Cardinals die schwach gestarteten Atlanta Flacons, die in den ersten fünf Spielen nur einen Sieg einfahren konnten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Die Seahawks reisen im Monday Night Game zum nächsten Division-Duell gegen die St. Louis Rams.

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