Falcons-Linebacker Akeem Dent, No.-91-Pick von 2011, will sich Lance Moore vorknöpfen © getty

Atlanta will den spottenden Saints die Hackordnung einbläuen und die einzige Saisonpleite rächen. Der Divisionstitel ist nahe.

Von Florian Pertsch

Der Verlust der Unbesiegbarkeit hat schon so manches Team aus der Bahn geworfen.

Es genügt eine Niederlage, ein Fleck auf der weißen Weste - und die Leichtigkeit war wie weggeblasen. Doch nicht bei den Atlanta Falcons.

Nach der 27:31-Schlappe gegen den NFC-South-Rivalen New Orleans Saints in Woche 10 rehabilitierte sich das Team von Quarterback Matt Ryan mit Siegen gegen Tampa Bay und Arizona, die Bilanz blieb mit 10:1 die beste der NFL.

Für die Saints, welche die letzten fünf Spiele gegen Atlanta alle gewinnen konnten, dennoch kein Grund, vor dem Rückspiel zum Auftakt des 13. Spieltags (ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) mit den Knien zu schlottern.

Saints spotten und giften

Vielmehr wurde die Abteilung Attacke geritten, allen voran durch Linebacker Scott Shanle, der die Greifvögel mit "kleinen Brüdern" verglich.

Atlantas Wide Receiver und Lautsprecher Roddy White ließ das nicht auf sich sitzen. "Sie haben uns sicher nicht fertig gemacht. Ich würde eher sagen, wir haben ihnen ordentlich eine eingeschenkt", posaunte White, die Niederlage geflissentlich übergehend.

Ex-Falcon und jetzt Saints-Linebaker Curtis Lofton, der vor dem Hinspiel von den ehemaligen Kollegen verspottet wurde, verpackte seine Einschätzung der Kräfteverhältnisse etwas subtiler: "Rivalität? Das sehe ich etwas anders, denn New Orleans ist es gewöhnt, oben mitzuspielen." ( 642775 DIASHOW: Die Bilder des 12. Spieltages )

"Alle unsere Leben aufgebraucht"

Die letzten Jahre betrachtet natürlich richtig, denn 2010 holten die Saints mit Star-Quarterback Drew Brees den Super Bowl, doch in dieser Saison ist die Bilanz mit fünf Siegen aus elf Spielen äußerst schwach.

Die Formkurve zeigt mittlerweile zwar leicht nach oben, doch für Spielmacher Brees, der seit 2006 elf von dreizehn Spielen gegen die Falcons gewann, ist das noch lange kein Grund, das Spiel in Atlanta auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Der Raum für Fehler ist extrem klein. Wir haben alle unsere Leben aufgebraucht. Wir müssen uns voll reinhängen und verstehen, was für uns auf dem Spiel steht", ermahnt er sein Team, das nach den vier Niederlagen zu Saisonbeginn um die Playoffs bangen muss. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Ryans Großtaten im Hinspiel zu wenig

Ryan, Brees' Pendant auf Falcons-Seite, dürfte sich mit gemischten Gefühlen an diese Partie erinnern.

Mit 34 von 52 verwandelten Pässen, 411 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns lieferte er das beste Spiel seiner bisherigen NFL-Karriere ab, stand aber am Ende mit leeren Händen da.

Mit Blick auf das große Ganze und die anstehenden Playoffs warnt Tight End Tony Gonzalez davor, sich von der guten Bilanz einlullen zu lassen: "Zehn und eins klingt super, aber ich wiederhole mich gerne: Es geht hier nur um den Startplatz in der Postseason."

Vorzeitiges Playoff-Ticket in Aussicht

Damit es diesmal für Atlanta besser läuft, wäre das Team von Trainer Mike Smith gut beraten, wenn es Saints-Tight-End Jimmy Graham in den Griff bekommt.

Im Hinspiel heizte der Saint den Falcons mächtig ein und fing sieben Pässe über 146 Yards und erzielte zwei Touchdowns.

Sollten die Rivalität und die hitzigen Bemerkungen der letzten Wochen für Atlanta als Motivation dennoch nicht genügen, dann hilft vielleicht ein Blick auf die Tabellensituation.

Bei einem Sieg der Falcons gegen New Orleans und gleichzeitig einer Schlappe der Buccaneers gegen Denver würde Atlanta vorzeitig als Division-Sieger feststehen und den Playoff-Einzug sicher haben.

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